Fußball l Hötensleben (chj) Es war mehr möglich für die Fußballer der ZLG Atzendorf. Sie rangen dem SV Hötensleben ein 2:2 (1:2)-Unentschieden ab, kletterten damit in der Tabelle der Landesklasse einen Rang nach vorn auf Platz zehn. "Am Ende mussten wir mit dem Punkt zufrieden sein. Betrachtet man jedoch nur die erste Halbzeit, bin ich es nicht", ärgerte sich Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll. Und das hatte auch einen Grund.

"Im ersten Durchgang waren wir die bessere Mannschaft", blickte Grohe zurück - auch wenn die Gastgeber diese 45 Minuten mit 2:1 für sich entschieden. In der 27. Minute brachte Steffen Linsdorf die ZLG in Führung. Nach Ballgewinn im Mittelfeld schnappte sich Linsdorf das Leder, ließ einen Verteidiger aussteigen. Nur noch Hötenslebens Schlussmann Steven Koch stand im Weg, doch diesen guckte der Angreifer ruhig aus und schob den Ball an ihm vorbei ins rechte untere Eck. Die ZLG einige weitere Chance zur Führung auf dem Fuß, wie etwa durch Kay Faatz, der frei vorm Keeper war und den Ball nicht richtig traf. Später war es erneut Faatz, doch diesmal verhinderte die Querlatte einen Treffer.

Doch nur neun Minuten später glichen die Gastgeber durch Philipp Böttcher aus - allerdings "aus Abseitsposition", ärgerte sich Grohe. Ausgleichende Gerechtigkeit: Einen weiteren Treffer erkannte Schiedsrichter Steffen Ehrhardt nicht an. Ein Hötenslebener Schuss sprang aus dem Winkel wieder aus dem Tor heraus, es war eigentlich ein regulärer Treffer. Doch nur zwei Minuten vor der Pause gingen die Gastgeber durch Ricardo Winkler dann doch in Führung. Maßgeblich beteiligt war Tobias Kittel, der "auf der rechten Seite mit hohem Tempo die Linie hoch und runter rannte", wie Grohe anerkannte. Kittel profitierte von einem Atzendorfer Ballverlust und legte für Winker auf. "Kittel war auf der Seite für uns kaum in den Griff zu kriegen." Bereits im Vorfeld warnte Grohe vor den agilen Hötenslebenern.

Trotz des Rückstands fiel das Atzendorfer Fazit zur Pause positiv aus. "Sowohl unser Aufbauspiel als auch unser Umkehrspiel funktionierte gut. Außerdem stand unsere Defensive sicher", lobte Grohe.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich kein Team Feldvorteile erarbeiten. So musste ein Standard her. Atzendorfs Daniel Ebeling brachte einen Eckball hinein, Marcel Maier verwertete diesen in der 53. Minute. In der Folge drückten dann die Hötenslebener, erhielten einige Freistöße in aussichtsreichen Positionen. Doch Gefahr kam nicht mehr auf. So blieb es beim Remis. Ein möglicher Strafstoß hätte das Resultat jedoch noch ändern können. "Sebastian Tolle wurde im Strafraum umgerissen. Doch obwohl er vor dem Verteidiger lief, wurde auf Offensivfoul entschieden", ärgerte sich Grohe.

Mit dem Unentschieden holten die Atzendorfer einen weiteren Zähler in der Fremde. 15 Auswärts-Punkten stehen zehn vor heimischer Kulisse gegenüber. Grohe bringt es auf den Punkt: "Nun müssen wir zu Hause nachlegen."

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Kutz, Maier, Voigtländer, Faatz (51. Brüggemann), Linsdorf, Spangenberg (90. Schäfer), Ebeling, S. Rock, Knoll (85. Gehrke), Tolle

Torfolge: 0:1 Steffen Linsdorf (27.), 1:1 Philipp Böttcher (36.), 2:1 Ricardo Winkler (43.), 2:2 Marcel Maier (53.); SR: Steffen Ehrhardt; ZS: 105