Aschersleben (nrc) l In der 3. Liga setzten sich die Handballerinnen des HC Salzland 06 gegen den SHV Oschatz gestern mit 23:18 (10:9) durch. Damit haben die Salzländerinnen wichtige Punkte für den Verbleib im Mittelfeld eingefahren und wieder etwas Luft zu den Abstiegsrängen gewonnen.

Das erste Tor fiel für den HCS durch Stephanie Jäger, Oschatz glich eine Minute später per Strafwurf aus. In der Folge gab es ein zähes Ringen. Oschatz legte zunächst mit zwei Tteffern vor (4:3), die Salzländerinnen glichen postwendend aus. An diesem Bild änderte sich bis zum Stand zum 9:9 nichts. Dann kam der HCS allerdings zwei Mal zum Zug. Zunächst erzielte Paula Farken in der 30. Minute den Ausgleich. Dann gab es eine Zeitstrafe für Oschatz und einen Siebenmeter für die Salzländerinnen, den Victoria Göpel souverän zur 10:9-Pausenführung verwandelte. Allerdings musste sie diesen wiederholen, da die Uhr zum Zeitpunkt der Aktion nicht weitergelaufen war. So traf Göpel quasi doppelt. Die vergleichsweise geringe Toranzahl beider Mannschaften war zum einen auf die gute Deckungsarbeit und Torhüterleistungen zurückzuführen. Beide Teams zwangen den Gegner zu langen Passwegen. Ein anderer Grund war die hohe Fehlwurfquote auf beiden Seiten.

Auch daran änderte sich in Halbzeit zwei nichts, allerdings bewies der HCS die stärkeren Nerven. Nun legten die Salzländerinnen mit einem Tor vor, Oschatz glich aus. So blieb es bis zum 16:16. Dann bekam der HCS gleich zwei Zeitstrafen hintereinander, Yvonne Sachse und Thea Schwarz mussten von der Platte. Dennoch gelang es den Gastgeberinnen in doppelter Unterzahl, sich zum 19:17 mit zwei Toren abzusetzen. Diesen Aufwind nahm der HCS mit und erhöhte schließlich auf fünf Tore Vorsprung zum 23:18-Endstand. Bevor dieser jedoch zu Buche stand, gab es beim Stand von 22:18 noch einen heftigen Zusammenstoß von Jäger und Oschatz-Akteurin Josephine Hessel. Jäger konnte das Spiel fortsetzen, Hessel musste jedoch von der Platte getragen werden.

Trotz dieses weniger schönen Ausgangs für die Gäste nahm es der SHV-Coach mit Fassung. "Beide Teams haben alles gegeben", so Andreas Schumann. "Trotzdem bin ich mit der mannschaftlichen Leistung nicht zufrieden. Wir haben zu viele Fehler produziert." HCS-Coach Nils Lässing war die Erleichterung dagegen ins Gesicht geschrieben. "Die Mannschaft hat meine Vorgaben gut umgesetzt. Vor allem die gefährlichen Oschatz-Spielerinnen wurden gut kontrolliert", lobte Lässing.

HCS: Lorf, Klauß - Schwarz (1), Rosiak (1), Retting, Geipel, Jäger (4), Farken (4), Knappe, Sachse, (4), Göpel (4/3), Sacher, Häußler (5), Böhm

Oschatz: Keller, Zimmermann - Witecy, Wiersma (1), Dybowski (2), S. Hessel (5/3), Wirsik, Kube, J. Hessel, Staffe (1/1), Heine(1),Granske (3), Schneider (5)

Siebenmeter: HCS 3/3 - Oschatz 6/4; Zeitstrafen: HCS 6 - Oschatz 2; Rot: Yvonne Sachse (59:51, 3x2Minuten)-HCS