Die Handballer des SV Wacker Westeregeln konnten einen 32:25 (13:13)-Heimsieg gegen ihren "kleinen Angstgegner", Post SV Magdeburg, feiern. Schon immer hatte die Verbandsliga-Sieben von Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst Respekt vor dem Gegner - gerade nach dem Debakel zuvor in Biederitz.

Westeregeln (kam/chj) l Der erste Treffer der Partie ging an Magdeburgs Schliephake und auch die nächsten zwei Aktionen gehörten den Gästen. Wackers Clemens Grafenhorst scheiterte von der Siebenmeter-Linie an Tormann Preuß, dessen Teamkollege Dehnhardt im Gegenzug zum 2:0 traf. Westeregelns Jüngster, Jimmy Klockmann, brach den Bann und erzielte den ersten Treffer der Gastgeber.

Doch dann gehörte Post wiederum der Ball. Dehnhart, Schliephake und Preuß machten es Westeregeln schwer, netzten ein und vereitelten den zweiten Strafwurf. Erneut war es Klockmann, der mit dem 2:4 sein 50. Saisontor erzielte. Post legte weiter vor, Wacker versuchte den Anschluss nicht zu verlieren. Das SVW-Trainergespann zog in der 14. Minute die Auszeit und nahm sich das Team beim Stand von 3:7 zur Brust. Doch so wirklich fruchteten die energischen Worte nicht, der Gast blieb weiter vorn und Westeregeln konnte nur mühsam nachziehen.

Erst ab der 18. Minute schien der Knoten bei den Gastgebern zu platzen. Mittelmann Tobias Deutscher traf per Konter, Kreismann Christian Jakobi netzte ebenfalls für sein Team ein. In der Folge zog Post den "grünen Karton", konnte Wacker nach dem Timeout jedoch nicht wirklich ausbremsen. Clemens Grafenhorst traf im Doppel zum 9:9 und stellte damit das erste Unentschieden her. Trotz Treffern auf beiden Seiten ging es ausgeglichen in die Halbzeit.

Wieder war es Klockmann, der nach der Halbzeit die erste Führung für Wacker mit zwei Toren herstellte (15:13). Post blieb weiterhin dran, glich immer wieder aus, bis Clemens Grafenhorst mit seinem Treffer zum 17:16 eine wichtige Phase bei den Gastgebebern eröffnete. Nach Grafenhorst trafen Andy Rothe und Klockmann per Konter. Torhüter Robin Salm hielt seinen Kasten bei Dehnharts Strafwurf sauber, Steven Mack traf nach einem schnellen Gegenangiff. Kreismann Jakobi netzte erneut ein, gefolgt von Klockmann und einem Strafwurf von Grafenhorst.

Nach diesem Hoch des SVW und sechs Treffern in Serie zog Post beim Stand von 23:16 in der 41. Minute die Auszeit. Doch auch danach konnten die Gäste nur schwer mithalten. Mack netzte beim 25:17 sein 100. Verbandsligator ein, welches gleichzeitig Wackers 600. Saisontreffer war. In der 52. Minutewar die Partie mit einer Zehn-Tore-Führung bereits entschieden. Wacker nahm in Folge ein wenig Dampf raus, ließ einige unnötige Tore zu, jedoch nichts anbrennen und brachte am Ende einen sicheren Sieg über die Zeit.

"Wir haben uns nach Biederitz klar gesteigert. Jedoch hatten wir anfangs Probleme im Angriff. Da haben wir einige technische Fehler produziert und somit einfache Gegentore kassiert. Nachdem wir uns dann auf die Manndeckung eingestellt hatten, lief es auch besser. Die Abwehr war im gesamten Spiel gut und Robin exzellent im Tor. In der zweiten Hälfte funktionierte dann auch der Angriff besser, zudem hatten wir gegenüber Post konditionelle Vorteile. Am Ende haben wir wieder etwas nachgelassen, sonst wäre der Sieg noch höher ausgefallen. Aber es war trotzdem ein gutes Spiel von uns", erklärte Matthias Zeidler nach dem Abpiff glücklich.

Wacker Westeregeln: Salm, Howahl, Pierschalla - Deutscher (7/1), Grafenhorst (7/3), Klockmann (6), Mack (4), Gorges, Rothe (2), Thamm (1), Laschke (2), Feldheim, Jakobi (3)

Siebenmeter: Wacker 7/4 - Post 5/2; Zeitstrafen: Wacker 2 - Post 4