Handball l Staßfurt (chj) Für die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II geht es weiterhin um alles - der Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga ist noch immer realistisch. Doch dafür muss sich die Sieben von Mario Kutzer heute um 17.30 Uhr beim Tabellenschlusslicht SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz durchsetzen. Kurios: Am morgigen Sonntag tritt der HBC Wittenberg in gleicher Halle gegen die SG Seehausen an, einem direkten Konkurrenten um den ersten Nicht-Abstiegs-Rang.

"Es ist ein Kellerduell, das wir definitiv gewinnen wollen", erklärt Kutzer. "Wittenberg/Piesteritz und unsere beiden kommenden Heimspiele sind absolute Pflichtsiege für uns", fährt der Trainer fort. Mit einem Sieg und parallel einer Niederlage von Seehausen, trennt den HVS II nur noch ein Zähler vom rettenden Ufer. Seehausen startet allerdings gegen den HBC - Tabellenzweiter - zuvor als Außenseiter. Doch die SGS hat noch zwei Nachholspiele zu bestreiten.

Dass Konkurrent Seehausen direkt nach den Staßfurtern spielt, interessiert Kutzer allerdings wenig. "Egal was danach passiert, wir müssen gewinnen." Doch er streitet nicht ab, dass eine Seehausener Niederlage im Nachhinein die Motivation fördern könnte.

Das Hinspiel gegen die Grün-Weißen entschieden die Staßfurter mit 27:20 für sich, nachdem es zur Pause eng war (10:9). "Wir hatten zu spät bemerkt, dass auch der Gegner Handball spielen kann. Heute erwarte ich von Anfang an Leistung. Wenn wir die Einstellung aus dem Borne-Sieg abrufen können, sollte es gelingen", erklärt Kutzer. Die gegnerische Schwäche erwartet der Coach im Deckungsverhalten. Deswegen fordert er hohes Tempo in der Vorwärtsbewegung, "um Lücken in der Abwehr zu erzwingen."