Staßfurt (chj) l In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga trifft der HV Rot-Weiss Staßfurt morgen um 15 Uhr auf den direkten Tabellennachbarn, den HC Burgenland. Mit einem Auswärtssieg könnte die Sieben von Uwe Mäuer den Platz mit den Gastgebern tauschen und auf Rang fünf klettern. Doch es dürfte nicht leicht werden, denn im Hinspiel setzte sich Burgenland in der Paul-Merkewitz-Halle mit 32:29 durch.

Im Rahmen der Vorbereitung analysierten Mannschaft und Trainer das Hinspiel. Das Fazit: "Wir haben damals zu viele einfache Fehler produziert und vor allem vorn die Würfe zu unkonzentriert genommen", weiß Mäuer. Daher mahnt der Coach seine Schützlinge zur vollen Aufmerksamkeit - von der ersten bis zur letzten Sekunde. "Wenn wir uns eine Auszeit von zehn Minuten erlauben, dürfte das Spiel gegessen sein. Dafür ist Burgenland zu routiniert. Jeder einzelne Fehler wird gnadenlos bestraft", warnt Mäuer.

Doch aus der Analyse konnte der Staßfurter Trainer auch eine Schwäche der Gastgeber ausmachen - die jedoch gleichzeitig eine Stärke ist. "Wir sind körperlich besser aufgestellt als die Burgenländer. Aber dafür sind sie schneller auf den Beinen als wir." Der HCB trete daher in der Abwehr etwas offensiver auf, um den körperlichen Nachteil insofern auszugleichen, dass die "Großkaliber" wie Nils Hähnel, Sebastian Retting, Alexander Ernst oder Roman Bruchno auf Abstand vom Tor gehalten werden. Umso wichtiger ist es, "dass wir den Ball geduldig laufen lassen". Außerdem sollen die flinken Akteure wie Nilas Praest und Christoph Frank für Überraschungen sorgen.

Mäuer weiß noch um eine weitere Stärke der Gegner. "Sie lassen sich auch von einem Rückstand nicht aus der Fassung bringen". Doch das Gleiche trifft auch auf den HVS zu, der sich - "anders als noch vor einem Jahr" - auch nicht aufgibt, wenn es aussichtslos erscheint.

Nicht nur die Tabellensituation deutet also darauf hin, dass es ein gleichwertiges Kräftemessen werden dürfte. "Es wird aber nur eng, wenn jeder einzelne von uns seine Leistung abruft", weiß Mäuer. "Am Ende müssen die Tagesform und die mannschaftliche Geschlossenheit passen." Dafür ruft der Coach auch seine Torhüter in die Pflicht. "Hinten sind auch Patrick Tuchen und Sebastian Schliwa gefragt. Sie müssen mitmachen und den ein oder anderen rausholen." Tuchen kehrt nach zwei Spielen Sperre wieder zurück in den Staßfurter Kasten. So muss Co-Trainer Andreas Stops nicht mehr im Tor aushelfen.

In Burgenland werden alle Rot-Weissen mit an Bord sein. Nach einer spielfreien Woche dürften alle erholt sein, auch wenn hart gearbeitet wurde. "Wir haben intensiv trainiert", so Mäuer. Jedoch gab es auch ein mannschaftliches Essen, "wo auch mal über etwas anderes geredet wurde". Außerdem bekam die Sieben das vergangene Wochenende komplett frei. "Die Spieler sollten mal abschalten vom Sport." Doch morgen gilt wieder volle Konzentration.