Die Fußballer der ZLG Atzendorf trennten sich in der Landesklasse vom FSV Rot-Weiß Alsleben mit einem 0:0-Remis. Die Partie verlief über weite Strecken ereignislos. Gefährliche Aktionen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Atzendorf l Mit einem Dreier wollte die Elf von Bernhard Knoll und Steffen Grohe den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Daraus wurde vorerst nichts. "Alsleben kämpfte ums Überleben, mehr als wir", blickte Knoll zurück. Der FSV rangiert auf dem 14. Platz, will mit allen Mitteln in der Liga bleiben. Doch auf das Spiel wirkte sich dies eher verkrampfend aus - und das wirkte sich auch auf die Atzendorfer aus, die ihrerseits kein Mittel fanden, Feldvorteile zu erlangen. Der Ball lief meist nicht flüssig. "Die Partie war von Kampf und Krampf geprägt", brachte es Knoll auf den Punkt. "Das Spiel hatte ein flaches Niveau und endete leistungsgerecht. Es war nicht Fisch noch Fleisch."

In der ersten Hälfte passierte wenig. Die Gäste kamen nur zweimal vor das Atzendorfer Tor, gefährlich wurde es jedoch nur einmal. Schlussmann Sascha Eisenträger hatte wenig zu tun. Auf der anderen Seite sah es jedoch auch nicht besser aus. "Wir haben es nicht umsetzen können, den Ball flach zu halten, um so die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen", haderte der Coach.

Es haperte am Aufbau, meist wurden lange Bälle geschlagen. Wenn es dann allerdings mal über außen ging, wurde es gefährlich. Zum einen setzte sich Alexander Kutz über rechts durch, brachte das Leder aussichtsreich hinein, doch der Sturm verpasste nur knapp. Und auf der linken Seite war es Tobias Sura, der von außen für einen gefährlichen Angriff sorgte. Doch wenn es mal vor das Alslebener Gehäuse ging, zeigten sich die Atzendorfer zu harmlos. Statt abzuziehen, wurde zu viel quer gelegt, um so lange einen besser positionierten Mitspieler zu finden, bis die Chance dahin war. In einer anderen Situation zog Stefan Rock ab, obwohl ein Querpass aussichtsreicher gewesen wäre.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen wenig. Beide Teams waren bemüht, neutralisierten sich jedoch und hielten so das Niveau eher niedrig. Chancen blieben weiter ein rares Schauspiel. Zwar versuchte es die ZLG immer wieder mit Hereingaben, doch das Timing war nicht das Beste, sodass selbige oft ohne Abnehmer blieben. Gefährlich waren lediglich Schüsse aus der Ferne oder ein Freistoß von Stefan Rock kurz vor Ende der Partie. Marcel Maier hatte den Führungstreffer per Kopf nur knapp verpasst. Er entschied sich jedoch für die falsche Ecke. Da auch von Alsleben weiterhin nichts in der Offensive geboten wurde, blieb es am Ende torlos.

Grohe wusste, woran es lag, dass spielerisch wenig ging. "Die Sechserpositionen sind nicht so besetzt, wie gewollt. Kay Faatz fehlte und Stefan Rock rennt seiner Form hinterher. Dadurch wurde der Aufbau zähflüssig." Etwas belebend war allerdings die Hereinnahme von Daniel Ebeling in der 57. Minute, wenn auch er glücklos blieb. Immer wieder muss das Trainergespann umstellen, das zerrt am Zusammenspiel. Und es gibt noch einen ganz anderen Grund: "Zu Hause holen wir ja unerklärlicherweise eh nichts", erklärte Knoll. Nach dem Unentschieden sind es nun elf Punkte auf eigenem Rasen - nach zehn Spielen.

Doch Knoll sieht an in dem torlosen Unentschieden auch etwas Positives. "Wir sind jetzt seit drei Halbzeiten ohne Gegentor. Das spricht dafür, dass wir hinten relativ stabil stehen, auch wenn nach vorn wenig geht." Dass die ZLG die Klasse hält, daran hat der Trainer keinen Zweifel. Auf dem Plan steht nun etwas anderes. "Wir spielen noch gegen Westerhausen und Askania II. Und irgendeinem werden wir noch ein Bein stellen im Titelkampf."

ZLG Atzendorf: Eisenträger, C. Rock, Maier, Wolter, Voigtländer, Kutz (57. Ebeling), Linsdorf (76. Brüggemann), Sura, S. Rock, Knoll, Tolle

Tore: Fehlanzeige, SR: Dirk Reider, ZS: 50