Naumburg (chj) l Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt stellen weiter unter Beweis, dass sie sich in der Hinrunde in der Mitteldeutschen Oberliga unter Wert verkauften. Gestern bezwangen sie den HC Burgenland mit 29:26 (12:10) und bauten damit das Punktekonto der Rückrunde auf 14:4 aus.

"In der ersten Halbzeit standen wir in der Abwehr relativ souverän", lobte Andreas Stops, Co-Trainer des HVS. Bis kurz vor Schluss des ersten Durchgangs kamen die Burgenländer lediglich zu acht Treffern, was bei der drittstärksten Offensive für eine gelungene Staßfurter Deckung spricht.

Doch auch nach vorn lief es eigentlich gut. Eigentlich - denn bei einigen Angriffen erwies sich das Schiedsrichtergespann als verlässlicher Part der gegnerischen Abwehr. Mehrfach entschieden sie auf Schrittfehler, laut Stops zu Unrecht. "Sonst wäre es zur Pause nicht so knapp gewesen", wusste Stops. Die Unparteiischen erwischten nicht ihren besten Tag.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild fort, dass die Rot-Weissen stets einen Schritt voraus waren. "Der Sieg ist dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht in Gefahr gewesen." Hinten hielt Patrick Tuchen seinen Kasten sauber, die Deckung blieb stark und im Angriff verteilten sich die Treffer gleichmäßig. "Jeder einzelne hat seinen Beitrag geleistet", lobte der Trainer. Oliver Jacobi beispielsweise blieb zwar torlos, holte dafür aber drei Siebenmeter heraus. Und von der Linie war Sebastian Scholz überragend. Genau wie im Vorfeld gefordert: Das Gesamtpaket stimmte.

Doch ganz so leicht wollte es Burgenland den Staßfurtern nicht machen. Vor allem in den zweiten 30 Minuten stellten sie in der Defensive häufig die Deckungsvarianten um. "Die Mannschaft hat das aber sehr gut erkannt", erklärte Stops.

HV Staßfurt: Tuchen, Schliwa - Frank (6), Oswald, Ortmann, Bruchno (1), Retting (1), Jacobi, Ernst, Praest (5), Hähnel (3), Scholz (8/6), Rindert (3)

Siebenmeter: HCB 4/3 - HVS 6/6; Zeitstrafen: HCB 2 - HVS 8; Rot: Roman Bruchno (3x2 Minuten, 60. Minute, HVS)