Es sollten die entscheidenden beiden Punkte für die Handballer des SV Germania Borne werden, um vorzeitig den Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga zu sichern. Der Ligaverbleib wurde vertagt. Denn der HV Wernigerode behielt am Ende mit 25:23 (15:9) die Nase vorn und nutzte den verhaltenen Auftakt der Gastgeber.

Egeln l Wäre die Germania von Beginn an so aufgetreten, wie in der letzten Viertelstunde, hätte möglicherweise der Klassenerhalt gefeiert werden können. "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und zu viel vergeben", haderte Andreas Lampe aus dem Borner Trainergespann mit Sven Klippstein. Nach dem zwischenzeitlichen 3:3 setzten sich die Gäste kontinuierlich ab und führten zur Pause komfortabel. Bereits in der 24. Minute sah Stefan Süßig die Rote Karte nach einem Foul, bei dem er sich "unclever" anstellte. Schreckmoment wenige Sekunden vor der Pause: Oliver Schulke bekam in einem Zweikampf unglücklich einen Schlag auf den Kehlkopf und rang nach Luft. Doch er biss auf die Zähne und konnte weitermachen.

Den zweiten Durchgang eröffnete Christian Kowalski, der aufgrund von Bastian Krautwalds Verletzung durchspielte, mit zwei starken Paraden. "Christian hat trotz Rippenprellung sehr gut gehalten", zog Lampe seinen Hut.

Der Rückhalt von hinten übertrug sich nach vorn: Borne kämpfte sich wieder heran, zwischenzeitlich sogar bis auf einen Zähler. "Plötzlich ging es, weil wir gekämpft haben", wusste der Trainer. Doch unterm Strich war die Last des ersten Durchgangs zu groß, sodass das späte Erwachen der Germania schlicht zu spät erfolgte.

Germania Borne: Kowalski - Lahne (3), Schulke (4), Schafflik (2), Hohmann (6), Jörg Friedrich (1), Prosowski (1), Scholz (3), Süßig, Jens Friedrich, Wartmann (3)

Siebenmeter: Borne 5/3 - HVW 6/4; Zeitstrafen: Borne 4 - HVW 4; Rot: Stefan Süßig (8:13, 24. Minute), Jörg Friedrich (18:22, 52. Minute) -beide Borne-