Mühlheim (mgr/chj) l In Mülheim an der Ruhr fand der diesjährige internationale RWE U 11 Cup statt. Neben 25 anderen Mannschaften ging eine Delegation des SV Lok Staßfurt für den Landesverband Sachsen-Anhalt an den Start. Vertreten wurde diese durch Tarik Krukowski, Nils Ole Ryga, Miriam Puchta und Anton Dingethal.

Gestartet wurde pro Mannschaftsspiel mit zwei Doppeln und jeweils vier Einzeln. Aufgrund der zahlreichen Meldungen wurde nach Leistungsstärke in zwei Gruppen gespielt. In Gruppe A waren die starken Landesverbände, die eine Mannschaft gestellt hatten, sowie starke Vereine. In B Gruppe traten die anderen Teams an. Die Staßfurter suchten bei diesem Turnier die Herausforderung und starteten in Gruppe A. Lok war in der Gruppe das einzige Team, das nicht als zusammengesetzte Mannschaft eines Verbands startete, sondern als Verein.

Die jüngsten Staßfurter behaupteten sich bravourös. Im Auftaktspiel galt es für alle, die unglaubliche Stimmung in der Halle auszublenden und sich auf die eigentliche Partie zu konzentrieren. Dies gelang den meisten Nachwuchsathleten jedoch noch nicht. Zu eindrucksvoll waren die neuen Erlebnisse. So vergab Lok die erste Partie. Im Verlauf des Turniers konnten sich die Staßfurter dann sichtbar steigern. Am Ende fehlte aber oft das nötige Quäntchen Glück. Dennoch war nach dem ersten Tag allen klar, dass jeder der vier Spieler des SV Lok mit der Spitze der anderen Landesverbände mithalten konnten.

Am Finaltag spielten die Bodestädter um Platz neun gegen Niedersachsen. Zunächst begannen die Doppel. Aber in beiden Paarungen wirkten die vier Starter des SV Lok verunsichert. Folgerichtig wurden die Vergleiche verloren und der Verband von Niedersachsen hatte damit bereits zwei Punkte gewonnen.

Doch die Staßfurter bewiesen eine riesen Moral und alle vier zeigten nun in ihren Einzeln, was sie gelernt haben. Tarik startete als nominelle Nummer eins. Vom ersten Ball an verdeutlichte er, dass er gewinnen wollte und zeigte hervorragendes Badminton. Der Lohn war ein gewonnenes Match in zwei Sätzen und somit ein Punkt für die Staßfurter. Auch der an Nummer zwei gesetzte Nils Ole kämpfte verbissen. Konnte er den ersten Satz noch erfolgreich gestalten, schlichen sich im zweiten und dritten Fehler ein. Am Ende ging der Vergleich an den Gegner. Miriam gestaltete ihr Duell druckvoll mit einem attraktiven Angriffsspiel. Der Lohn war ein Sieg in zwei Sätzen.

Nun kam es allein auf das Abschneiden von Anton an. Er spielte im ersten Satz druckvoll und effizient, legte mit 21:9 vor. Im zweiten Satz verlor Anton etwas seine Linie, sodass der Gegner auftrumpfen konnte. Runde drei musste entscheiden. Nun besann sich Anton auf seine Spielstärke und gewann am Ende mit 21:4. Das bedeutete letztlich auch den Gesamtsieg über Niedersachen und der neunte Platz.

Für die Staßfurter war das Wochenende eine große Erfahrung, verbunden mit der Erkenntnis, dass sie im Land ganz vorn mitspielen können.