Staßfurt (chj) l Nach dem desolaten Rückrundenstart in der Fußball-Landesliga tritt der SV Förderstedt (9.) morgen um 15 Uhr beim VfB Germania Halberstadt II (14.) an. Es verspricht eine brisante Partie zu werden, denn die Gastgeber wollen den Abstiegsstrudel verlassen, in den die Gäste zu verfallen drohen. Förderstedt ist nur noch fünf Zähler von einem Abstiegsrang entfernt.

"Momentan dürfen wir keinen Gegner unterschätzen", weiß auch Lothar Lampe, Trainer des SVF. Trotz der unterschiedlichen Tabellenränge spricht er von einem Duell "auf Augenhöhe". Erschwerend kommt für die Gäste hinzu, dass Halberstadt möglicherweise aus dem Regionalliga-Kader der Ersten aufstocken könnte. "Dies ist zu erwarten, da der Gegner seine Zweite sicher nicht absteigen lassen will", erklärt Lampe. Doch auch die Erste befindet sich auf dem Relegationsplatz - es ist also unklar, wer gegen den SVF auflaufen wird.

Germania befindet sich leicht im Aufwind, unterlag zwar zuletzt Tabellenführer Barleben, fuhr davor jedoch zwei Siege gegen Potzehne und Möringen ein. "Selbst nach dem Barleben-Spiel bekam der Gegner gute Kritiken", weiß Lampe.

Entsprechend verhalten blickt der Trainer der Partie entgegen. "Es wird sehr schwer. Aber wir werden nicht abfahren, um in Halberstadt zu verlieren." Allerdings müssen dafür die Förderstedter Köpfe frei sein - "es ist eine Frage der Mentalität". Zuletzt litt auch die Chancenverwertung unter einer geistigen Barrikade. Aber Lampe ist Optimist. "Irgendwann muss der Bann ja mal brechen."

Umso erfreulicher ist aus Förderstedter Sicht, dass die Mannschaft in Halberstadt personell aus dem Vollen schöpfen kann. "Es sind alle an Bord. Und wir müssen den Hebel morgen umlegen."

Hinspiel: 4:3 (1:2); SR: Steffen Look