Salzlandkreis (chj) l So richtig spannend ist es in der Fußball-Salzlandliga nicht - zumindest im Titelrennen. Interessanter wird es dafür hinter der Spitze. So beginnt das Rennen um die Vizemeisterschaft wohl ab Rang sieben mit dem SV Rathmannsdorf, der sich dank dreier Nachholspiele noch auf den zweiten Platz katapultieren kann.

Wenngleich das Wort "Vizemeister" schön klingt, von großer Bedeutung ist dieser Titel nicht. So sieht es zumindest Tino Kirst, Trainer der TSG Unseburg/Tarthun. "Man hat nichts davon, wenn man Vizemeister wird, nicht mal einen feuchten Händedruck." Nach Ansicht von Kirst wäre es spannender, wenn auch der zweite Platz auf dem Treppchen eine Belohnung nach sich ziehen würde. "Relegation oder Aufstieg", so lautet der Wunsch des TSG-Trainers.

Nach Meinung von Kirst könnte eine Veränderung mehr Spannung erzeugen. Jedes Jahr gäbe es eine Mannschaft, die die Salzlandliga dominiere, wie Förderstedt, Gnadau oder eben Drohndorf/Mehringen. Die Folge: "Ob man Zehnter oder Zweiter wird, ist letztendlich egal", erklärte Kirst. Die Unseburger landeten in den vergangenen Jahren immer unter den ersten fünf Plätzen, jedoch ohne Chancen auf den Aufstieg.

Die TSG steht derzeit auf dem vierten Rang, hat noch zwei Partien aufzuholen und könnte im besten Fall mit einer Ausbeute von sechs Punkten hinter den Spitzenreiter rutschen. Doch dies ist gar nicht mehr das Ziel der Unseburger, da das Titelrennen entschieden scheint. "So viele Nachholspiele können wir gar nicht haben." Daher hat die TSG einen anderen Titel auf dem Plan. "Unser Fokus liegt auf dem Pokal", erklärte Kirst.