Salzlandkreis (hla/nrc) l Unglücksrabe des Spieltages in der Fußball-Salzlandliga war der Winniniger Sven Fiedler. Zunächst erzielte er zwei Eigentore und kassierte kurz vor Ende noch eine Rote Karte. Es war wohl ein Tag, an dem er besser im Bett geblieben wäre. Doch Fußball wurde auch noch gespielt und das Spitzenduo, Drohndorf/Mehringen und Bernburg, gewann seine Heimspiele. Doch mit den klaren Auswärtserfolgen von Neugattersleben und Unseburg/Tarthun sowie dem Erfolg von Hakeborn in Nienburg gab es einige nicht erwartete Überraschungen.

Somit rückt der Abstiegskampf wohl immer mehr in den Mittelpunkt, in dem sich wohl die sechs letzten Mannschaften der Tabelle befinden. Durch die Erfolge von Giersleben und Hakeborn gibt es mit der SSC-Reserve und Baalberge ein neues Schlussduo. Unerfreulich waren die drei Roten Karten. Am Sonntag steht mit dem Duell Unseburg/Tarthun gegen Drohndorf/Mehringen ein echter Hit an.

Grün-Weiß Giersleben -

SV 08 Baalberge 3:2 (2:1)

Es war vom Anstoß weg ein offenes und offensives Spiel. Die Gästeführung brachte den Gastgeber erst richtig in Schwung. Giersleben übte über weite Strecken die Kontrolle aus, agierte stets energischer in den Zweikämpfen und nutzte seine Chancen besser. Dem SV 08 fehlte im Angriff oft der nötige Biss, da war das Fehlen von Stürmer Tomas Fau unübersehbar.

Tore: 0:1 Benjamin Pankrat (12.), 1:1 Martin Volkmar (FE, 19.), 2:1 Tobias Ferchow (35.), 3:1 David Altermann (86.), 3:2 Andreas Bergmann (89.); SR: Wondratschek (Westeregeln), ZS: 92

Egelner SV Germania -

Wacker Felgeleben 1:1 (1:0)

Die Gäste fanden sofort ihren Rhythmus und bestimmten die Partie. Doch der ESV stand sicher in der Abwehr und unterband die Angriffe immer wieder. So war die ESV-Spielweise auf Konterfußball angelegt, brachte früh Erfolg und noch weitere gute Chancen. Aber die Wackerelf erhöhte nach der Pause nochmals das Tempo und kam hoch verdient zum Ausgleich. Mit Glück und Geschick rettete Germania die Punkte über die Zeit. Dem Gast fehlten auch oft die Ideen, um Egelns Abwehr auszuhebeln.

Tore: 1:0 Stefan König (22.), 1:1 Sascha Körner (60.); SR: Feller (Unseburg), ZS: 72

SV Rathmannsdorf -

BSV Eickendorf 1:0 (0:0)

Bis zur Pause war es ein verhaltenes Spiel zwischen den Strafräumen mit dominierenden Abwehrreihen. Die Angriffsbemühungen beider Teams wurden früh unterbunden. Nach dem Wechsel erhöhte der SVR die Schlagzahl und erreichte so Feldüberlegenheit, weil aus allen Reihen der Angriff angekurbelt wurde. Die Gäste konnten sich nur sporadisch befreien und strahlten keine nennenswerte Torgefahr aus. Dennoch blieben Chancen auch beim Gastgeber Mangelware, allerdings wurde eine am Ende für den verdienten Dreier genutzt, weil der SVR einfach mehr investierte.

Tor: Danny Rückriehm (80.); SR:´in: Remus (Hecklingen), ZS: 85

Drohndorf/Mehringen -

Schönebecker SC II 3:0 (1:0)

Es war vom Anstoß weg ein sehr einseitiges und faires Spiel, klar im Zeichen des FSV. Der Gast, dicht in der Abwehr, war offensichtlich nur auf Angriffszerstörung aus. So hatte es der Spitzenreiter schwer, System in seine Offensive zu bringen. Doch Spielgestalter Carlo Bochning ergriff immer wieder die Initiative, brachte sein Team in Führung und bereitete Treffer zwei vor. Am Ende verwaltete Drohndorf/Mehringen die Partie und tat nur noch das Nötigste für den klaren Sieg.

Tore: 1:0 Carlo Bochning (37.), 2:0 Kevin Klanert (49.), 3:0 Christian Laßbeck (88.); SR: S. Neumann (Staßfurt), ZS: 86

Eintracht Winningen -

Unseburg/Tarthun 1:4 (0:2)

Tore: 0:1 Keven Wichmann (FE, 18.), 0:2, 0:3 Sven Fiedler (ET, 26., ET, 57.), 1:3 Michael Rauhut (66.), 1:4 Jose Mundt (FE, 88.); SR: M. Walke (Biere), ZS: 101, Rot: Michael Rauhut (82.), Sven Fiedler (87.) -beide Winningen-

Einheit Bernburg -

SV Wolmirsleben 2:1 (1:1)

Der SVW entwickelte sofort gehörigen Druck und Bernburgs Abwehr wirkte oft hilflos. Erst als der Gästeansturm ohne Erfolg blieb, konnte sich die Einheit besser auf Wolmirsleben einstellen. Doch Chancen beider Teams blieben weiterhin Mangelware. So erfolgten beide Treffer nach Standards. Nach der Pause wurde das von verbissenem Kampf und Nickligkeiten geprägte Spiel nicht besser. Es war meist "Hau-Ruck-Fußball". Am Ende war es ein glücklicher Erfolg der Kreisstädter, die erst nach dem Führungstreffer (2:1) eine spielerische Linie erkennen ließen.

Tore: 1:0 Christoph Vatthauer (FE, 16.), 1:1 Markus Bählser (25.), 2:1 Robert Straube (80.); SR: Hunker (Barby), ZS: 84, Rot: Markus Bählser (Wolmirsleben, 90+4)

TSG Calbe II -

Neugattersleben 1:7 (1:4)

Die TSG-Reserve legte einen starken Start hin, vergab aber klare Chancen und fand ihren Meister in VfB-Keeper Philipp Schulze. Der Gästedoppelschlag binnen zwei Minuten zum 3:1 brach die TSG-Moral. Calbe zeigte nur noch fehlerhaften "Angsthasenfußball". Neugattersleben war nun Herr auf dem Feld und hatte wenig Mühe, in dem nun einseitigen Spiel den Kantersieg zu holen.

Tore: 1:0 Christian Kober (23.), 1:1 Timm Wienert (25.), 1:2 Manuel Meiling (32.), 1:3 Timm Wienert (34.), 1:4, 1:5 Ronny Schütze (FE, 41., FE, 59.), 1:6, 1:7 Denis Neumeister (84., 90.); SR: O. Schulz (Schadeleben), ZS: 55

1. FSV Nienburg -

Warthe Hakeborn 0:3 (0:1)

Es war, trotz der Abstiegbrisanz, eine sehr faire Partie. FSV-Trainer Bizuga war am Ende völlig sprachlos und sah die schlechteste Saisonleistung seiner Mannschaft. Dem kampfstarken und sehr disziplinierten Gast wird dies völlig egal sein, denn die Mannschaft zeigte stets Willen und schaltete bei Ballbesitz schnell auf Konterfußball um. Aber es war eine sehr niveauarme Partie. Man sah beiden Mannschaften ihren Platz in der Tabelle an. Am Ende gewann Hakeborn verdient, denn die Spielweise war weniger fehlerbehaftet.

Tore: 0:1 Roger Bederke (43.), 0:2, 0:3 Kevin Köhler (49., 78.); SR: Schinke (Plötzkau), ZS: 50