Atzendorf (nrc) l Eigentlich bräuchte die ZLG Atzendorf nach der 0:4-Pleite gegen Schlanstedt ein Erfolgserlebnis, doch nun reist ausgerechnet der Tabellenzweite TV Askania Bernburg II an. Alles andere als eine leichte Aufgabe. Die Partie der Fußball-Landesklasse beginnt morgen um 15 Uhr.

Trainer Bernhard Knoll aus dem Gespann mit Steffen Grohe, stapelt auch dementsprechend tief. "Wir werden versuchen, so lange wie möglich die Null hinten zu halten. Aber es wird kein schönes Spiel für uns werden." Askanias Reserve stellt die beste Abwehr der Landesklasse, Staffel III, doch Knoll betont, dass die Atzendorfer nicht versuchen werden, das Bernburger Bollwerk auf Biegen und Brechen zu knacken. "Dafür sind wir zurzeit auch offensiv nicht stark genug", schätzt der Coach ein.

Vielmehr baut Knoll auf eine eigene sichere Abwehr. "Unser Mittelfeld muss stabil stehen und wir müssen die Räume eng machen", erklärt der Trainer. "Askania hat nicht nur eine gute Abwehr, sondern auch einen guten Angriff."

Vor allem aber heißt die Devise bei den Atzendorfern: Fehler sind zu vermeiden. "Eine Leistung, wie in Schlanstedt, will ich nicht sehen", gibt Knoll die Marschroute vor. "Wir haben die vergangene Partie ausgewertet und vor allem an der Abwehr gearbeitet."

Denn Bernburg soll es, trotz der Überlegenheit auf dem Papier, nicht allzu leicht mit der ZLG haben. "Wir hoffen, ein paar Nadelstiche setzen zu können und wenn wir einen guten Tag erwischen, dann wird uns das auch gelingen", so Knoll.

Atzendorf hat zurzeit auch nicht die beste Personallage. Knoll kann noch nicht abschließend sagen, wer aus dem Kader fehlen wird. Dagegen nimmt er stark an, dass "Bernburg sich wohl mit ein paar Akteuren aus der ersten Mannschaft verstärken wird, denn Askania will aufsteigen und unbedingt die Punkte holen."

Deshalb hoffen Knoll und Grohe, dass Christian Rock, Kay Faatz und Andreas Spangenberg wieder auflaufen können. Auf Sven Wolter müssen die Atzendorfer allerdings berufsbedingt verzichten.

Es fehlt: Sven Wolter (beruflich), SR: Christopher Bethke, Hinspiel: 6:1 für Bernburg