Es hat schon einen Seltensheitswert, dass Fußball-Trainer einem Schiedsrichtergespann ein dickes Lob aussprechen. Genau das tat Einheit Bernburgs Coach Norbert Lehmann, der neben zwei seiner Akteure auch die Unparteiischen für die "Salzlandelf des Tages" nominierte.

Salzlandkreis l "Seit Wochen leiten super Schiedsrichter und Assistenten unsere Begegnungen", lobte Lehmann nach dem 1:1-Unentschieden seiner Elf in Felgeleben. "Es wurde teilweise hektisch. Aber der Unparteiische behielt die Nerven und hatte alles im Griff - eine tolle Leistung." Daniel Kleist leitete die Partie zusammen mit Maximilan Peter Müller und Norman Träger.

Neben den Schiedsrichtern nominierte Lehmann seinen letzten Mann, Stefan-Claus Thol, und Max Fränkel. "Stefan hatte die Abwehr gut organisiert und im Griff. So wurde hinten wenig zugelassen." Fränkel erhielt sogar ein Sonderlob. "Er ackerte die rechte Bahn rauf und runter, wurde dabei oft gefoult, fand aber immer wieder die Schnittstellen", lobte Lehmann.

Neben der außergewöhnlichen Nominierung für die Schiedsrichter gab es noch eine weitere besondere Anmerkung von Gierslebens Trainer Werner Brähmer. Nach der Punkteteilung in Hakeborn war er mit zwei seiner Schützlinge sehr zufrieden. Sehr unzufrieden äußerte er sich hingegen über einige der Fans der Gastgeber. "Die Zuschauer warfen eine Trage auf das Spielfeld und trafen dabei Mathias Stephan. Das war unter aller Sau", monierte Brähmer. Doch Stephan ließ sich davon nicht beirren und packte mit einem starken Spiel den Sprung in die Auswahl, genau wie Jens Rauchstädt. "Beide überzeugten mit ihrer Laufarbeit und ihrem Zweikampfverhalten", lobte der Coach. Dennoch ärgerte er sich ein wenig, denn "wir hatten Feldvorteile" und der Punkt war so zu wenig.

Die TSG Calbe II hatte einen Doppelspieltag zu bestreiten. Co-Trainer Detlef Sobczak war voll des Lobes für Philip Berner, Steffen Rudnick und Phillip Schönian. Berner und Schönian sorgte hinten für Sicherheit. Ein Extralob erhielt hingegen Rudnick. "Er kommt eigentlich aus der dritten Mannschaft und hat vorn viel geackert", hob Sobczack hervor.

Der TSG-Coach sah aber beim 4:3-Sieg in Wolmirsleben einen ganz anderen Akteur am stärksten: Den gegnerischen Torhüter. "Daniel Mohr war der beste Mann auf dem Platz. Ihm gebührt eine riesen Anerkennung." Trotz der fairen Geste des Calbensers steht ein anderer in der Auswahl-Elf. Eickendorfs Stefan Schäfer. Eigentlich ist er der Co-Trainer des BSV, half gegen Egeln aber als dritter Torhüter aus. "Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir zur Pause 1:3 hinten gelegen hätten", wusste Trainer Marco Schmoldt. So stand es zur Pause 1:0 und der BSV bejubelte am Ende ein 4:0-Erfolg. "Das war eine super Leistung von Stefan."

Drohndorfs Coach Sebastian Otte hob nach dem 1:0 in Unseburg seinen Stürmer Dominik Ernst hervor. "Er ist trotz seiner 36 Jahre enorm viel gelaufen und bereite den Treffer vor."

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