Staßfurt (hla/fna) l Ein echtes Spitzenspiel mit 345 Besuchern erlebte der Drohndorfer Sportplatz. Letztlich hatte der Primus der Fußball-Salzlandliga das nötige Glück. Da auch Verfolger Bernburg in der weiteren Spitzenpartie des 24. Spieltages gewann, dürften diese beiden Sieger den Titel unter sich ausmachen. Denn nach der Niederlage scheidet wohl Eickendorf endgültig aus dem Titelrennen aus.

Da aber der FSV-Vorsprung mit neun Punkten mehr als beachtlich ist, dürfte sich der Spannungsfokus immer mehr in den Tabellenkeller verlagern. In diesem konnte keines der gefährdeten Teams einen Dreier einfahren. Da nun alle Spiele nachgeholt sind, ist die Tabelle inzwischen aussagekräftig. Für die Mannschaften ab Platz zwölf bleibt es eng.

Drohndorf/Mehringen -

Eintr. Winningen 3:2 (2:0)

Es waren eine Rekordkulisse beim Ascherslebener Stadtteil-Derby und ein würdiges Spitzenspiel. Der Klassenprimus legte schnell vor und brachte so etwas Ruhe in sein Spiel. Doch Winningen hielt dagegen, war laufstark und bissig. So gab es viele rassige Zweikämpfe. Nach dem zweiten FSV-Treffer hatte der Gastgeber mehr vom Match. Er musste aber stets vor den Eintracht-Kontern auf der Hut sein. Es ging abwechslungsreich auf und ab, es gab kaum Verschnaufpausen für die Abwehrreihen.

Nach der Pause legte Winningen noch zu und erzeugte nach dem Anschlusstor mächtig Druck. Die Gäste verschafften sich nun eine Feldüberlegenheit, hatten mit zwei Pfostentreffern allerdings Pech. Selbst die Ampelkarte brachte den Gast nicht aus dem Konzept. Der Ausgleich war hochverdient. Der Gastgeber hielt aber mit Konterfußball und hohem kämpferischem Einsatz dagegen, das FSV-Siegtor fiel glücklich. "Doch dies ist eben das Glück, das wohl ein Tabellenführer hat" so FSV-Trainer Sebastian Otte.

Tore: 1:0, 2:0 Domink Ernst (2., 22.), 2:1 Weliko Paul (HE, 51.), 2:2 Norman Schmidt (86.), 3:2 Frank Hartmann (90.); SR: Müke (Schönebeck), ZS: 345, Gelb-Rot: Jens Bilsing (Winningen, 67.)

Warthe Hakeborn -

SV 08 Baalberge 2:2 (1:1)

Erneut gelang dem Gastgeber gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion kein Heimsieg. Beide Teams agierten ängstlich, keines wollte verlieren. Durch einen Freistoß fiel die Gäste-Führung. Danach gab es zerfahrenen Mittelfeldfußball, der den Warthe-Ausgleich zur Folge hatte.

Nach der Pause brachte der Gast zunächst mehr Linie und Struktur in sein Spiel. So ging auch die Führung in Ordnung. Doch die Linie ging der SV 08-Elf nach dem 2:2-Ausgleich völlig verloren. Beim Gastgeber lief fast nichts, schon der Spielaufbau aus der Abwehr heraus und im Mittelfeld war fehlerhaft. "Letztlich ein gerechter Endstand, denn den Dreier hatte keiner verdient", so Warthe-Trainer Nils Heinemann.

Tore: 0:1 Benjamin Pankrat (10.), 1:1 Jens Binnebößel (25.), 1:2 Benjamin Seils (ET, 67.), 2:2 Kevin Köhler (69.); SR: Karls (Neugattersleben), ZS: 70

SV Rathmannsdorf -

Unseburg/Tarthun 3:4 (2:1)

Der Gastgeber fand sofort seinen Rhythmus und war gegen einen behäbig beginnenden Gast überlegen. Die TSG fand kein Konzept und wurde erst nach dem Rückstand wach. Über Kampf- und Laufbereitschaft wurde es nun ein offener Schlagabtausch. Fast mit dem Pausenpfiff fiel das TSG-Anschlusstor. Diesen Schwung nahm der Gast mit in Hälfte zwei und markierte per Doppelschlag die Führung. Beide Mannschaften zeigten nun kurzweiligen Offensivfußball mit dem SVR-Ausgleich per Freistoß. Danach hatten beide Teams weitere gute Tormöglichkeiten. Als der Gast eine davon in der Nachspielzeit nutzte, kam er nicht unverdient zum Dreier.

Tore: 1:0 Steffen Prengel (18.), 2:0 Stefan Krüger (FE, 22.), 2:1 Denis Winter (45.), 2:2, 2:3 Tobias Gronau (54., 60.), 3:3 Alexander Bock (64.), 3:4 Denis Winter (90+3); SR: Kleist (Frose), ZS: 70

Egelner SV Germania -

Schönebecker SC II 3:0 (1:0)

Der ESV fand gegen einen schwachen Gast gut ins Geschehen und war über weite Strecken das überlegene Team. Die SSC-Reserve stand sehr tief und wollte meist nur Tore verhindern. Befreiung wurde über Konter gesucht, die oft schon im Ansatz verpufften. Der Gastgeber spulte sein Pensum herunter, wobei es auch zahlreiche Fehler gab. Doch der Sieger war das bessere von zwei schwachen Teams.

Tore: 1:0 Sascha Schmidtke (31.), 2:0 Jens Brauer (FE, 52.), 3:0 Steffen Brauer (80.); SR: Lange (Könnern), ZS: 30

Einheit Bernburg -

BSV Eickendorf 4:1 (1:0)

Das letzte Einheit-Aufgebot gab seien Bestes. Einige Akteure "wuchsen gar über sich hinaus", so Trainer Norbert Lehmann. Der Gastgeber bestimmte über weite Strecken das Match, hatte nur nach dem Ausgleich Probleme. Doch nach dem erneuten Führungstor baute der BSV weiter ab. Gegen einen recht schwachen Gast hatte Bernburg wenig Mühe für den klaren Sieg. BSV-Trainer Schmoldt sah dies auch so: "Unsere Fehler waren heute einfach zu viele, um dem Gastgeber Paroli zu bieten."

Tore: 1:0 Robert Straube (51.), 1:1 Benjamin Nickel (48.), 2:1 Christoph Vatthauer (FE, 67.), 3:1 Alexander Rettinger (70.), 4:1 Max Fränkel (88.); SR: Baldamus (Neundorf), ZS: 92

1. FSV Nienburg -

SV Wolmirsleben 0:0

Tore: Fehlanzeige; SR: Kautz (Calbe), ZS: 50

Grün-Weiß Giersleben -

Neugattersleben 1:3 (1:1)

Tore: 1:0 David Altermann (15.), 1:1 Timm Wienert (32.), 1:2 David Schmelzer (85.), 1:3 Manuel Meiling (90.); SR: Tuchen (Welsleben), ZS: 80

TSG Calbe II -

Wacker Felgeleben 0:2 (0:1)

Die Gäste hatten klar den besseren Start und konnten dem Gastgeber bis zur Pause ihr Konzept aufdrücken. Die TSG-Reserve konnte nur reagieren. Einziges Manko der Felgelebener war die mangelnde Entschlussfreudigkeit der Angreifer. So blieb die TSG-Hoffnung für Hälfte zwei. Die Gastgeber wurden dann auch mutiger und übernahmen durch Kampf und hohe Laufbereitschaft die Regie. Die Gäste wurden in die Abwehr gezwungen und setzten auf Konter, so auch vor dem "Elfer" zum 0:2. Zwar steckten die Saalestädter nie auf, doch vor dem Wacker-Tor fehlte es ihnen an Übersicht und wohl auch am nötigen Glück.

Tore: 0:1 Martin Glaser (22.), 0:2 Daniel Ledderbohm (FE, 68.); SR: Engelhardt (Egeln), ZS: 63

SV Rathmannsdorf -

Egelner SV 3:2 (0:0)

Bis zur Pause war das Freitagsspiel eine niveauarme Partie zwischen den Strafräumen, die Gäste zwei gute Chancen hatten. SVR-Keeper Krüger war aber auf dem Posten. Nach dem Wechsel hatte der Gastgeber mehr innere Spannung und Siegeswillen aufgebaut. Er riss so die Regie zunächst an sich und ging verdient in Führung. Der ESV konnte in dieser Phase bis zum 0:2 nur reagieren. Er erwachte aber - trotz Unterzahl - und es wurde eine bewegte und spannende Schlussphase. Nach einem kapitalen Abwehrschnitzer (Wolf) und dem 3:1 sah der Gastgeber schon wie der sichere Sieger aus. Doch Egeln steckte nicht auf und hatte mehr Kraftreserven. Der SVR hielt kämpferisch dagegen und rettete den Dreier nicht unverdient über die Zeit.

Tore: 1:0 Alexander Bock (52.), 2:0 Thomas Keye (FE, 66.), 2:1 Jens Brauer (72.), 3:1 Thomas Keye (78.), 3:2 Stefan König (86.); SR: S. Neumann (Staßfurt), ZS: 60, Gelb-Rot: Michael Köchy (Egeln, 68.)

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