Förderstedt (chj) l Aus fußballerischer Sicht war es für den SV Förderstedt (10.) bisher ein verkorkstes Jahr. Der Landesligist konnte noch keinen einzigen Dreier einfahren. Dies soll sich nun ändern. Wenn es nach Trainer Lothar Lampe geht, am besten schon morgen. Um 15 Uhr tritt seine Elf gegen den Magdeburger SV Börde (12.) an. Dabei geht es um einiges - "es ist ein Sechs-Punkte-Spiel", betont der Coach.

Den MSV Börde und die Gastgeber trennen zwei Tabellenplätze und zwei Punkte. Im schlimmsten Fall, aus Förderstedter Sicht, könnten beide Teams die Ränge tauschen. Damit würde nur noch Lok Aschersleben zwischen dem SVF und einem Abstiegsplatz stehen. "Wir wissen, worum es geht", erklärt Lampe.

Auch wenn der letzte Vergleich beim Schönebecker SV mit 0:5 gehörig nach hinten losging, ist Lampe für morgen optimistisch. "Die Mannschaft hat sehr gut trainiert und will schnellstens den Schalter umlegen", weiß der Coach.

Damit der Schalter jedoch nicht weiter auf "Programm Niemandsland" steht, ist vor allem die Defensive gefragt. Denn seit dem Rückrundenbeginn kassierte der SVF satte 24 Gegentreffer. "Hinten muss sich einiges ändern. Die Innenverteidigung muss konstanter werden und dabei auch mal robuster zu Werke gehen", fordert Lampe. Er ließ sich nach den letzten Partien personelle Konsequenzen offen.

Auch vom Angriff verlangt der Förderstedter Coach mehr. Umso erfreulicher ist es für ihn, dass Maik Adrian seine Gelbsperre abgesessen hat, Marcus Bolze mit von der Partie sein wird und Lukas Dübecke seit längerem wieder trainieren konnte.

Neben den elf Männern auf dem Rasen hofft Lampe auch auf den zwölften Mann. "Wir wollen mit der Unterstützung unserer Fans als Sieger vom Platz gehen. Das Ding müssen wir ziehen. Dabei geht es um keinen Schönheitspreis. Es zählen nur noch Erfolge." Die Marschroute ist also klar formuliert. "Die Magdeburger sind eine gestandene Truppe, deswegen dürfen wir nicht überheblich werden. Aber die Zielstellung muss drei Punkte lauten, alles andere würde in unserer Situation nicht helfen", unterstreicht der Trainer.

Hinspiel: 3:1 MSV Börde, SR: Franz Unger