Viby (mgr/chj) l Das Staßfurter Badminton-Talent Maria Kuse reiste kürzlich mit einer kleinen Delegation der Landeskader der Hamburger Sportschule nach Viby (Dänemark) und nahm dort am Aros Junior Cup teil. In diesem Turnier starteten in den Altersklassen U 13, U 15 und U 17 neben der Dänischen Nationalmannschaft und weiteren Spitzenspielern auch mehrere Nationen wie Ungarn, Norwegen, Schweden, Indien, Frankreich und Deutschland. Dabei gelten die dänischen Athleten als Gradmesser in ganz Europa. Beeindruckend war schon die einzig für den Badmintonsport gebaute Halle mit fünf Feldern. Daneben fanden auch Spiele in einer weiteren riesigen Halle statt.

Das Turnier begann mit den Mix-Partien, bei denen Maria mit Tomic Ludwig aus Hamburg in der AK U 13 an den Start ging. Zunächst wurden die Gruppenspiele ausgetragen, deren Sieger qualifizierten sich für die Turnierrunde. Maria und Tomic gewannen das Gruppenspiel gegen eine Paarung aus Dänemark souverän. Jedoch schieden sie dann im Achtelfinale gegen die Engländer Rory Easton und Sita Morjaria nach drei Sätzen aus.

Am darauffolgenden Tag fanden die Einzel statt. Problemlos gewann Maria ihre Gruppenspiele gegen zwei Athletinnen aus Dänemark. Auch in der Turnierrunde setzte sie sich im ersten Vergleich gegen die Schwedin Sophia Larsson durch.

Im Viertelfinale trat die Staßfurterin dann gegen die beste dänische Nationalspielerin der U 13, Mathilde Cramer Ahrends, an. In einem umkämpften Duell verlor sie mit 16:21 und 10:21. Der Ausgang lässt zwar eine Überlegenheit der Dänin vermuten. Aber Maria konnte spielerisch und taktisch gleichwohl gut mithalten und erkämpfte auch den besten Spielstand gegen die spätere Turniersiegerin. Viele umkämpfte Ballwechsel fielen jedoch eher zugunsten der Dänin aus.

Wiederum am nächsten Tag folgten die Doppel. Mit Marias Hamburger Doppelpartnerin Emma Moszczynski hatten beide eigentlich gute Chancen, am Ende auf dem Treppchen zu stehen. Problemlos meisterten sie die Gruppenspiele. Doch das Doppel hatte etwas Pech bei der Auslosung, sodass es schon im Viertelfinale gegen das favorisierte Dänenduo (Mathilde Cramer Ahrends und Clara Graversen) antreten musste.

In einem hart umkämpften Duell mit viel taktischem Feingefühl und langen Ballwechseln musste sich das deutsche Doppel in drei Sätzen geschlagen geben. Allerdings waren die beiden die einzigen des ganzen Turniers, die den späteren Gewinnerinnen einen Satz abnehmen konnten.

Das Fazit war ein spannendes Turnier, mit tollen Spielen auf dem Niveau der europäischen Badmintonspitze. Maria sammelte viele Erfahrungen und konnte an kämpferischen Vergleichen teilhaben.