Fußball l Atzendorf (chj) Nach 57 Minuten platzte der Knoten bei der ZLG Atzendorf. Die Elf von Steffen Grohe und Bernhard Knoll empfing den Oscherslebener SC II. Es ging nicht nur um Punkte, um in der Landesklasse in den sicheren Bereich zu klettern. Es ging viel mehr um Selbstvertrauen und darum, wieder das Tor zu treffen. Dies gelang am Ende beim 4:0 (0:0) hervorragend.

Nach einem Kantersieg sah es zunächst jedoch nicht aus. In den ersten 45 Minuten agierten die Gäste mit einem leichten spielerischen Übergewicht. Ohne ZLG-Schlussmann Sascha Eisenträger hätte der OSC II durchaus in Führung gehen können. Doch er wehrte eine aussichtsreiche Chance ab. So ging es ernüchtert in die Kabine. "Wir haben ganz ruhig mit den Spielern geredet", erklärte Grohe. "Die Angst war zu spüren. Sie war der Gesamtsituation und der Leistung der Vorwoche geschuldet."

Die beruhigenden, aufbauenden Worte des Trainergespanns schienen gefruchtet zu haben. Denn nach dem Seitenwechsel fanden die Atzendorfer immer besser ins Geschehen. "Wir haben die Angst abgelegt", blickte Grohe zurück. Doch zunächst hatte der OSC II erneut die Führung auf dem Fuß. Matthias Heitmann marschierte mit dem Ball bis vor Eisenträgers Gehäuse. Der Torwart blieb lange stehen, zwang Heitmann so zur falschen Entscheidung.

In der 57. Minute war es dann soweit: Der Atzendorfer Torreigen wurde eröffnet. Kay Faatz trat eine Ecke, die Phillip Voigtländer per Kopf versenkte. Eine Viertelstunde später setzte sich Sven Wolter über rechts durch, flankte den Ball in den Strafraum. Begünstigt durch eine misslungene Faustabwehr von Oscherslebens Keeper Markus Hinze hatte Andreas Spangenberg leichtes Spiel. Der Treffer erstickte die letzen Hoffnungen der Gäste im Keim.

In der 81. Minute zog Steffen Linsdorf von rechts nach innen, suchte und fand die Eins-gegen-Eins-Situation mit Hinze und blieb in selbiger der Sieger. Abgezockt und äußerst ruhig schob er ins kurze Eck. Doch damit nicht genug, denn nur eine Minute später passte Linsdorf den Ball in den Lauf des eingewechselten Michael Gehrke, der cool zum 4:0-Endstand einschob.

Der Stein, der den Atzendorfern vom Herzen fiel, war riesengroß. "Das war das wichtigste Spiel der Saison, nun sind es zehn Punkte auf die Abstiegsränge. Die Stimmung nach dem Spiel war hervorragend", freute sich Grohe. So konnte die anschließende Pullerparty von Marcus Brüggemann ausgiebig gefeiert werden. Trotz aller Feierlichkeiten mahnte Grohe. "Wir wissen, dass es das noch nicht gewesen sein muss." Angesichts der Resultate der Konkurrenz "dürfen wir auf keinen anderen hoffen".

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Wolter, Kutz, Voigtländer, Faatz, Linsdorf, Ebeling (66. Gehrke), Spangenberg, Tolle, S. Rock, Knoll

Tore: 1:0 Phillip Voigtländer (57.), 2:0 Andreas Spangenberg (72.), 3:0 Steffen Linsdorf (81.), 4:0 Michael Gehrke (82.); SR: Eckhard Skorsetz; ZS: 40