Aschersleben (chj) l Die Handballerinnen des HC Salzland 06 wollten sich würdig von ihrem Publikum aus der 3. Liga verabschieden. Sie wollten die Buxtehude-Schlappe ausbügeln und sich selbst beweisen. In ihrem letzten Heimspiel gelang es ihnen gegen den MTV Altlandsberg in beeindruckender Manier, diese Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig war es für Maria Häußler das Abschiedsspiel vor heimischer Kulisse.

Doch zunächst begannen beide Teams mit einer Abtastphase. Zehn Minuten lang blieb es ein Duell auf Augenhöhe (7:7). Bereits in dieser Phase wurde deutlich, was das Erfolgsrezept der Salzländerinnen ist: Hinten beherzt zupacken, um dann den Schalter umzulegen und per Express einzunetzen.

Dann schlug die Stunde der Gastgeberinnen. Der HCS startete einen Lauf, traf achtmal in Serie und setzte sich zum 15:7 ab. Von den Gästen war nichts zu sehen. In der 17. Minute nahm Altlandsberg bereits die zweite Auszeit - Ausdruck der Salzländer Überlegenheit. Zur Pause schien bereits alles klar zu sein.

Doch nach dem Seitenwechsel traten die Gäste wie ausgewechselt auf. Ihr Rückstand schmolz Tor um Tor, in der 45. Minute sogar bis auf drei Treffer. Erst die taktische Umstellung, Thea Schwarz trat nun häufig früh aus der Deckung heraus, fruchtete. In der Folge nahm der HCS wieder das Zepter in die Hand. Als Victoria Göpel in der 49. Minute den umjubelten 30. Treffer erzielte, war die Partie entschieden.

Daniel Schmidt, Co-Trainer des HCS, lobte seine Sieben. "Wir mussten hohes Tempo gehen, bei dem auch Fehler entstehen. Vor allem Thea glänzte mit hoher Konzentration und starkem Willen. Zufrieden bin ich auch mit unserem Mittelblock, der relativ stabil stand. Der Sieg war wichtig, auch emotional."

HC Salzland 06: Klauß, Lorf - Schwarz (6), Rosiak (3), Retting, Geipel, Jäger (8/1), Farken (2), Sachse (5), Göpel (5), Sacher, Häußler (5), Böhm, Schüler (2)

Siebenmeter: HCS 1/3 - MTV 6/7; Zeitstrafen: HCS 5 - MTV 3