Obwohl 24 Treffer in der Salzlandliga erzielt wurden, stand der 25. Spieltag im Zeichen guter Torhüterleistungen, zumindest wenn es nach den Trainern geht. Sie nominierten gleich sechs Keeper für die "Salzlandelf des Tages" der Volksstimme.

Salzlandkreis l Zweimal trafen die nominierten Torhüter im direkten Duell aufeinander. So lieferten sich Thomas Apel (Wacker Felgeleben) und Tobias Held (1. FSV Nienburg) ein regelrechtes Fernduell. "Der eine hat eine höhere Niederlage verhindert, der andere einen Punktgewinn", analysierte Wackers Trainer Thoralf Voß. Thomas Apel "hat Wacker lange im Spiel gehalten und viele unserer Chancen vereitelt", betonte FSV-Coach Dirk Bizuga, der aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung niemanden hervorheben wollte. Bei den Gastgebern hingegen verdiente sich in einer mannschaftlich durchwachsenen Leistung Martin Glaser gute Noten. "Er hat sehr viel gearbeitet."

Das zweite Duell zwischen den Pfosten gab es im Spiel Wolmirsleben gegen Giersleben. SVW-Keeper Daniel Mohr "hat derzeit eine super Form und alles gehalten, was auf den Kasten kam", lobte Trainer Jürgen Kauws, der zudem Andy Zeidler aufgrund seiner Übersicht nominierte. Beim Gegner hatte neben Keeper Marcel Pacholszack auch Mittelfeld-Akteur Kai Reinhardt einen starken Auftritt.

Das traf auch auf Claudio Recklebe von der TSG Calbe II zu. Wenngleich er einen Elfmeter vergab, so war er "von der Einstellung her vorbildlich", lobte Trainer Jörg Harms, der auch die Leistung von Verteidiger Philip Berner hervorhob.

Den Elfmeter von Recklebe parierte übrigens Eickendorfs Keeper Stefan Schäfer, der dafür von Abteilungsleiter Ronny Nimmich ebenso nominiert wurde wie Stürmer Philipp Schmoldt. Er habe sein bisher bestes Spiel im Männerbereich gezeigt und war vor allem durch seine Schnelligkeit kaum zu halten, lediglich durch Fouls zu stoppen. Eines davon führte zum Elfmeter kurz vor der Pause.

Mit einem verwandelten Strafstoß bog auch der Schönebecker SC II in die Erfolgsspur ein, am Ende verhinderte unter anderem ein weiterer nicht gegebener Elfmeter den Dreier. Großen Anteil am Teilerfolg im Kampf um den Ligaverbleib gegen den favorisierten SV Einheit Bernburg hatte Konrad Anacker, der den Offensiv-akteur Christoph Vatthauer aus der Partie nahm. "Ich hoffe, dass wir aus dem Spiel Selbstvertrauen ziehen. Die schweren Aufgaben stehen uns jetzt bevor", sagte Trainer Marko Ulbrich.

Dank dieses Unentschiedens ist der Vorsprung von Primus Drohndorf/Mehringen auf elf Zähler gewachsen. "Wir lassen uns das jetzt nicht mehr nehmen", betonte Trainer Sebastian Otte, der wieder auf Christian Franke zählen kann. Der Verteidiger war neun Monate verletzt und sollte behutsam herangeführt werden, aufgrund der Verletzungen der Außenverteidiger musste er jedoch sogleich 90 Minuten lang auflaufen. Gegen den robusten Andreas Lehmann war Franke körperlich unterlegen, doch "er hat seine Aufgabe mit Bravour erfüllt und viele Kopfballduelle gewonnen".

Hervorragend parierte auch Rathmannsdorfs Keeper Stefan Krüger, der viele Chancen der Winninger vereitelte. Am Ende war er aber ebenso machtlos gegen die knappe und späte Niederlage wie Verteidiger Thomas Strecker, der "die Abwehr gut organisierte", betonte Trainer Frank Oehme.

Bei der TSG Unseburg/Tarthun "haben sich alle ordentlich rangehalten und so die etlichen Ausfälle gut kompensiert", lobte Trainer Tino Kirst, der keinen seiner Schützlinge hervorheben wollte.