Staßfurt/Hötensleben (chj) l Das Hinspiel zwischen dem SV 09 Staßfurt (9.) und dem SV Hötensleben (8.) glich eher einem Kartenspiel als einer Fußball-Partie und gehört sicherlich in das Kuriositätenkabinett der Landesklasse. Beide Teams trennten sich 3:3, doch im Fokus standen eher die 13 Gelben Karten und vier Platzverweise. Morgen sind die Staßfurter in Hötensleben zu Gast, Anpfiff ist um 15 Uhr. Und sie erwarten dort einen Hexenkessel.

"Es wird ganz schwer in Hötensleben", vermutet Axel Quednow, Co-Trainer des SV 09. "Aus Gesprächen mit anderen Trainern weiß ich, dass dort eine hitzige Atmosphäre herrscht. Das könnte gut für unsere jungen Spieler sein, die sich dort beweisen können." Die Atmosphäre scheint den SVH zu stärken, denn mit sieben Siegen und fünf Unentschieden ist er vor heimischer Kulisse bislang ungeschlagen. "Auch wenn wir vorrangig auf uns schauen, werden wir natürlich versuchen, diese Serie zu brechen", gibt sich Quednow selbstbewusst.

Beide Teams stehen in der Tabelle direkt hintereinander. Mit einem Dreier könnten die Bodestädter Hötensleben überholen und auf Rang acht klettern. "Die Möglichkeit besteht und wir wollen sie natürlich nutzen." Doch Quednow weiß auch, dass es kein leichtes Unterfangen wird. "Der Gegner agiert aggressiv und kampfstark in allen Mannschaftsteilen und warf sich im Hinspiel in jeden Zweikampf. Wir müssen das Duell annehmen."

Bei aller Kampfeslust sieht der SV 09 jedoch erneut personellen Problemen entgegen. Neben drei definitiven Ausfällen befinden sich hinter zwei weiteren Staßfurtern große Fragezeichen. "Uns fehlen die Alternativen", erklärt der Trainer. "Aber wir werden trotzdem versuchen, eine schlagkräftige Truppe aufzubieten." Quednow schloss dabei nicht aus, sich erneut aus der Reserve zu verstärken, will diese jedoch nicht im Aufstiegskampf der Kreisklasse behindern.

Es fehlen: Felix Jesse (Gelbsperre), Johnny Rodriguez-Gomez, Patrick Limpächer (beide verletzt), Patrick Lissek, Julian Schmidt (beide fraglich); Hinspiel: 3:3; SR: R. Pankow