Handball l Staßfurt/Spergau (chj) Staßfurter Handball-Freunde dürften an diesem Wochenende neben dem HV Rot-Weiss II auch Borne-Fans, Calbe-Fans, Halle-Fans und Aschersleben-Fans sein. Außerdem ist noch unklar, ob Spitzenreiter Langenweddingen den Aufstieg wahrnimmt und wie sich das auf die Anzahl der Absteiger auswirkt. So verzwickt die Lage im Kampf um den Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga für die Sieben von Mario Kutzer auch ist, sollte, um allen Rechnereien vorzugreifen, heute um 17 Uhr bei der SG Spergau herausspringen.

"Wir rechnen mit dem Abstieg", bringt Kutzer die Situation deutlich auf den Punkt. "Alles andere wäre ein Wunder. Da machen wir uns keine Illusionen." Der Trainer streitet nicht ab, dass es eine komplizierte Lage für die Mannschaft ist. "Richtig heiß sind die Spieler nicht mehr. Dennoch will ich, dass wir kein `Larifari` zeigen. Wir wollen beweisen, dass wir ebenfalls Handball spielen können." Doch auch Kutzer weiß, dass das Potenzial, die favorisierten Spergauer zu schlagen, durchaus in der Mannschaft steckt. Der Kopf wird entscheiden. "Ich lasse mich überraschen."

Doch nicht nur der Kopf dürfte entscheidend werden. Auch spielerische Qualitäten sind gefragt. Schließlich bewies die SG Spergau im Hinspiel, das sie mit 31:24 für sich entschieden, dass sie nicht umsonst auf Platz zwei steht. "Wir haben lange mitgehalten. Aber am Ende wurde es doch deutlich", erinnert sich Kutzer. Der Coach muss in Spergau gleich auf mehrere seiner Schützlinge verzichten, was die Situation zusätzlich verschärft. Thomas und Andreas Jesse sowie Karsten Berger fallen aus, Jan Stein ist noch fraglich. Dafür wird Tino Korin wieder zur Verfügung stehen.