Es ist keine zwei Wochen her, da haderten die Atzendorfer mit der mangelnde Torausbeute. Nach dem 4:0 am vergangenen Spieltag legte die ZLG ein weiteres Schützenfest nach und fegte das Schlusslicht der Fußball-Landesklasse, Fortschritt Veckenstedt, mit 6:0 (3:0) vom Rasen.

Atzendorf l Die ZLG war in der Liga nicht unbedingt für ihre Heimstärke bekannt. Doch diesen Makel bügelte die Elf von Steffen Grohe und Bernhard Knoll an zwei Spieltagen aus. Nachdem zuletzt der Oscherslebener SC II keinen Stich sah, kam nun Veckenstedt unter die Räder. Zwar handelte es sich bei den Gästen um das Schlusslicht der Tabelle, doch sie blieben jeden Beweis schuldig, dass sie eventuell doch in die Landesklasse gehören.

Dabei begannen die Atzendorfer durchaus nervös. "In den ersten 20 Minuten haben wir die Veckenstedter praktisch zum Toreschießen eingeladen", blickte Grohe zurück. Doch Fortschritt konnte daraus kein Kapital schlagen. Obwohl der Auftakt der Gastgeber nicht optimal verlief, gingen sie mit 1:0 in Führung. Tobias Sura zog nach elf Minuten einfach mal ab - mit Erfolg. Während von den Gästen weiterhin nichts kam, erarbeitete sich Atzendorf Chancen. Doch zweimal half Veckenstedt das Aluminium, zwei weitere Schüsse gingen knapp daneben.

Selbst ein verschossener Strafstoß von Sebastian Tolle gab Fortschritt keinen Schwung. Zwar drückten sie gegen Mitte der ersten Hälfte hin und wieder, doch ernsthaft in Gefahr war die ZLG nie. Das kurze Aufbäumen der Gäste war jedoch schnell vergessen, denn noch vor der Pause sorgte Atzendorf für klare Verhältnisse. In der 45. Minute trat Alexander Kutz einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum. Unbedrängt konnte Sven Wolter zum Kopfball ansetzen und einnicken. Kaum war der Jubel abgeklungen, folgte das 3:0. Phillip Voigtländer eröffnete mit einem herrlichen Pass in den Lauf von Tolle einen Konter. Tolle stürmte auf Schlussmann Thomas Kremling, sah den mitgelaufenen Steffen Linsdorf, der einschob.

"Zur Halbzeit war bereits alles klar", wusste Grohe. Selbst der verschossene "Elfer" von Tolle spielte keine Rolle mehr. Zwar wirkte der Atzendorfer Aufbau hin und wieder statisch, doch mit dem Toreschießen war noch lange nicht Schluss. So vollendete Tolle eine über rechts vorgetragene Kombination zum 4:0, Sura ließ halb Veckenstedt mit einem Solo zum 5:0 aussteigen und Tolle verwertete einen von Andreas Spangenberg durchgelassenen Ball zum Endstand.

"Ich war erschrocken über die gegnerische Leistung", erklärte Grohe. "Ich hatte Veckenstedt anders in Erinnerung." Doch viel lieber wollte der ZLG-Coach auf die eigene Leistung blicken. "Endlich haben wir uns für die Mühen belohnt. Allmählich kehrt Ruhe bei uns ein."

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Wolter, Kutz (57. Gehrke), Voigtländer, Faatz (66. Maier), Linsdorf, Spangenberg, Sura (76. Stange), S. Rock, Knoll, Tolle

Tore: 1:0 Tobias Sura (11.), 2:0 Sven Wolter (45.), 3:0 Steffen Linsdorf (45+1.), 4:0 Sebastian Tolle (66.), 5:0 Tobias Sura (68.), 6:0 Sebastian Tolle (89.); SR: Kautz; ZS: 40