Es sollte ein schöner Abschied von den Fans werden. Es sollte ein schöner Saisonabschluss in der Mitteldeutschen Oberliga werden. Es sollte ein schöner Abschied der drei Abgänge werden. Doch daraus wurde nichts. Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt unterlagen dem HC Glauchau/Meerane aufgrund einer schwachen zweiten Hälfte mit 31:33 (19:15).

Staßfurt l "Das war nicht meinen Vorstellungen entsprechend. Es passte hinten und vorn nicht. Ich bin enttäuscht, die Niederlage hätte nicht sein müssen", ärgerte sich der gewurmte Staßfurter Trainer, Uwe Mäuer. "Wir haben oft genug bewiesen, dass wir es besser können."

Dabei verlief die erste Halbzeit durchaus vielversprechend. In den ersten Minuten konnte sich zwar kein Team absetzen, doch nach einer Viertelstunde bekam der HVS Oberwasser. Tobias Rindert erwies sich am Kreis als wertvoll, war immer wieder anspielbereit und kam so bereits im ersten Durchgang auf sieben Treffer. Hinzu kam ein zielsicherer Sebastian Retting, der aus dem Rückraum für Gefahr sorgte.

Hinten erwies sich Patrick Tuchen einmal mehr als Fels in der Brandung. Er entschärfte viele gute Glauchauer Angriffe und parierte einen Strafwurf mit dem Pausenpfiff, der eine durchaus gelungene erste Häflte abrundete. Nach der Partie wurde bekanntgegeben, dass die Fans Tuchen zum Spieler der Saison wählten. Im letzten Heimspiel bewies er aufs Neue, dass er diese Auszeichnung auch verdiente.

Nach dem Seitenwechsel folgte der Bruch. Einfache Ballverluste vorn, einfache Treffer für Glauchau - der Pausenvorsprung war schnell dahin. Die offensive Effektivität schien fort, mit Ausnahme von Oliver Jacobi, der Rindert am Kreis ordentlich ersetzte. Doch unterm Strich leistete auch er sich zu viele Fehlwürfe. Die Leistung der Offensive übertrug sich auf das Defensivspiel, das nicht mehr an die Kompaktheit der ersten 30 Minuten herankam. "Die Einstellung in Hälfte zwei passte einfach nicht. Hinten fehlte der letzte Schritt, vorn wurde zu früh abgeschlossen", haderte Mäuer. Vor allem Glauchaus Rostislav Bruna genoss viele Freiräume, kam so zu neun Treffern.

So entglitt dem HVS nach und nach die Partie, die Gäste nutzten die sich bietenden Chancen und gewannen am Ende nicht unverdient. Nilas Praest, Christoph Frank und Björn Oswald dürften sich ihr Abschiedsspiel schöner vorgestellt haben.

HV Staßfurt: Tuchen, Schliwa - Frank (4), Oswald, Ortmann (1), Bruchno, Retting (5/1), Jacobi (4), Ernst, Praest (5/2), Hähnel (3), Scholz (2), Rindert (7)

Siebenmeter: HV Staßfurt 4/3 - Glauchau/Meerane 7/5; Zeitstrafen: HV Staßfurt 5 - Glauchau/Meerane 4

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