Spergau (chj) l Mit dem Gefühl, dass der Abstieg aus der Sachsen-Anhalt-Liga unausweichlich schien, reisten die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II zum Tabellenzweiten SG Spergau. Und obwohl die Partie am Ende mit 42:27 (22:14) recht deutlich an die Gastgeber ging, hatten die Gäste ihre Freude.

"Wir sind es locker angegangen. Auch wenn nicht immer alles funktionierte, wir haben immer weitergemacht", zog HVS-Trainer Mario Kutzer ein positives Fazit. Jeder Rot-Weisse bekam seine Einsatzzeit und bis auf Marco Richter konnten sich alle in die Torschützenliste eintragen. "Marco hatte kein Glück in den Händen", erklärte Kutzer.

Spergau bestätigte von Beginn an die Rolle des Favoritens, setzte sich zum 7:2 ab. In der Folge einer Staßfurter Auszeit verkürzten die Gäste zum 7:10, "aber näher wurden wir nicht rangelassen". Zur Pause erarbeitete sich die SGS ein komfortables Polster, das sie bis zum Ende verteidigten.

Dennoch sah Kutzer viel Positives. "Wir haben schöne Spielzüge gezeigt, bis auf den Abschluss war ich zufrieden." Vor allem Florian Panzer markierte sehenswerte Treffer und bewies große Übersicht. Aber auch Schlussmann Jan Stein überzeugte. "Er behielte den Kopf oben und die Augen offen. Ohne Jan wäre es wohl deutlicher geworden." Trotz einiger leichter Fehler, die umgehend mit Kontern bestraft wurden, war der Coach zufrieden und von der Art und Weise seiner Sieben angetan. "Vielleicht war der Druck in den Wochen zuvor einfach zu groß."

HV Staßfurt II: J. Stein - Engelhardt (3), A. Stein (5), Berger (1), Richter, Korin (4/3), Gödde (1), Loose (3), Bönecke (1), Dittmar (1/1), Panzer (4), Spadt (4/1)

Siebenmeter: Spergau 3/3 - Staßfurt II 5/5; Zeitstrafen: Spergau 5 - Staßfurt 6