Die Handballer des SV Wacker Westeregeln haben sich in souveräner Manier von ihren Fans verabschiedet. Sie entschieden das letzte Heimspiel der Verbandsliga gegen den FSV 1895 Magdeburg mit 37:33 (16:15) für sich.

Westeregeln (kam/chj) l Kreismann Andy Rothe und Wackers Jüngster im Kader, Jimmy Klockmann, legten für ihr Team vor, ehe Magdeburgs van Stigt zum 1:2 traf. Die Gastgeber erhöhten weiter durch Tore von Klockmann, Clemens Grafenhorst und Rechtsaußen Christopher Gorges, während sich bei den Gästen nur van Stigt als treffsicher erwies. Der FSV musste beim 2:6 aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren.

Doch plötzlich erwachten die Gäste aus ihrer Schlafphase und Westeregeln verfiel in selbige. Sieben Magdeburger Treffer in Serie sorgten für die Gästeführung. SVW-Coach Matthias Zeidler zog beim Stand von 6:9 die Reißleine und nahm eine Auszeit.

Nach mehr als zehn torlosen Minuten für Wacker sorgte Grafenhorst wieder für einen Treffer auf dem grün-weißen Konto. Zeidlers Worte schienen Wunder zu wirken: Die Gastgeber drehten auf, netzten per Konter von Steven Mack und Tobias Deutscher viermal ein und eroberten sich damit wieder die Führung (13:10). Dies zwang den FSV zur Auszeit. Bis zum Pausenpfiff konnten sich die Landeshauptstädter aber wieder herankämpfen, sodass sie in der Folge mit einem Tor Rückstand in die Kabinen gingen.

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Treffern auf beiden Seiten. Wackers Linksaußen Steffen Laschke erzielte mit einem seiner bekannten Heber einen Zwei-Tore-Vorsprung, der jedoch direkt von van Stigt und Parthey - trotz doppelter Unterzahl - zunichte gemacht wurde. Durch Magdeburgs Altrock erlangte der FSV kurzzeitig wieder die Führung. Doch Grafenhorst und Laschke drehten die Partie erneut. Für Laschke war es der 50. Saisontreffer. Zwar glichen die Gäste nochmals aus, mussten dann aber Wacker schnell wieder die Führung überlassen.

Beim Stand von 29:26 für den SVW nahm der FSV eine Auszeit, kam danach jedoch nicht mehr ernsthaft in Wackers Gefahrenzone. Gorges tat es Laschke gleich und netzte zum 32:27 ebenfalls sein 50. Saisontor ein.

In der Schlussphase traf Rothe nochmals doppelt, den letzten Treffer des letzten Heimspiels der Saison - damit auch für ihn selbst in Wester-egeln - netzte Tobias Deutscher ein und stellte damit das Endergebnis von 37:33 her. Deutscher wurde vor der Partie von seinen Teamkollegen und den Fans lautstark verabschiedet. Er wird in der kommenden Spielzeit für seinen Heimatverein, den SV Langenweddingen, auflaufen.

"Es verlief, wie erwartet. Der FSV wollte seine letzte Chance nutzen und tat dies auch über die gesamten 60 Minuten vernünftig", erklärte Wacker-Coach Zeidler. Nur ein Sieg hätte Magdeburg von einem Abstiegsplatz befreit. "Wir hatten Probleme, unsere Deckung zu stabilisieren. Vor allem auf den Halbpositionen haben wir schlecht verteidigt. Unser Angriff war mit 37 Treffern gut, wobei wir trotzdem auch ein paar freie Bälle in der ersten Halbzeit verschenkt haben", fand der Trainer ein Haar in der Suppe. "Unterm Strich haben wir verdient gewonnen und unser Ziel erreicht, zu Hause ungeschlagen zu bleiben."

Westeregeln: Pierschalla, Salm - Deutscher (4), Grafenhorst (11/4), Klockmann (3), Laschke (2), Gorges (7), Rothe (4), Jakobi (2), Garbaczok, Liebscher, Mack (4), Thamm

Magdeburg: Schröder, Böhm - Altrock (3), Brecht, Duwe (5), Mewes (2), Möhring, Parthey (1), Splitt (4), van Stigt (16/4), Rösing (2)

Siebenmeter: Wacker 4/4 - FSV 4/5; Zeitstrafen: Wacker 7 - FSV 6; Rot: Philipp Brecht (3x2 Minuten, 60., Magdeburg)