Die B-Jugend des HV Staßfurt setzte sich im Spitzenspiel der Sachsen-Anhalt-Liga mit 27:21 (13:10) gegen die Handballer des SV Irxleben durch. Damit wahrten sich die Rot-Weissen die Chance, die Saison auf dem Bronzeplatz zu beenden.

Staßfurt l Es war nicht nur das Spitzenspiel, es war gleichzeitig das letzte Heimspiel des HVS. Entsprechend war das Ambiente in der Paul-Merkewitz-Halle. "Die Atmosphäre war genial. Beide Lager sorgten für eine phänomenale Stimmung", freute sich Steffen Panzer, Trainer der Rot-Weissen.

Doch die Lautstärke und die Bedeutung der Partie schien die Staßfurter zunächst zu beeindrucken. In den ersten acht Minuten erzielten die Gastgeber keinen einzigen Treffer. "Anfangs standen wir unter Druck, schließlich ging es um Platz drei", wusste Panzer. Hinzu kam die frühe Rote Karte für Moritz Wilke, was zusätzlich "für Hektik sorgte". Doch auch die Gäste waren anfangs nicht zielsicher, netzten lediglich zweimal ein.

Der 1:2-Anschlusstreffer wirkte nach dem torarmen Auftakt wie ein Weckruf für die Gastgeber. "Danach haben wir uns gefangen", stellte Panzer fest. Zwar behielt Irxleben vorerst die Nase vorn, doch bei den Gastgebern lief der Ball nun besser. Nach und nach übernahm der HVS die Zügel und drehte das Spiel. Vor allem Steve Ilgenstein, Janik Starosta und Paul Hoffmann sorgten in der Offensive für Wirbel, wenngleich ihr Trainer niemanden hervorheben wollte. "Das war eine Mannschaftsleistung. Die Vorbereitungen der Treffer waren genauso wichtig." Zur Pause hatten die Rot-Weissen das Geschehen im Griff, führten mit 13:10.

In der Kabine appellierte Panzer, dass seine Sieben noch gezielter in die Tiefe gehen sollte, was Wirkung zeigte. "Wir haben im zweiten Durchgang spielerisch noch eine Schippe draufgelegt", lobte er. Dies spiegelte sich in der Führung wider, die nun kontinuierlich wuchs. Das lag nicht nur an der konzentrierten Offensive, vor allem sorgte eine wachsame Deckung für klare Verhältnisse. Das Irxlebener Spiel lebte von Max Zimonczyk. "Wir haben ihn aber mit einer gesunden Härte abgemeldet", erklärte Panzer. Hinzu kamen mit Erik und Pascal Stein zwei starke Torhüter. "Sie haben ihre Aufgaben prima erledigt", lobte ihr Coach. Am Ende war der Sieg ungefährdet.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", lobte Panzer. Den Sieg hatten sich die Staßfurter fest vorgenommen, um die Saison mit Platz drei zu beenden. Zwar bleibt der HVS vorerst Vierter, hat jedoch Sonnabend in Köthen die Gelegenheit, den Punkt Rückstand auf Irxleben einzuholen. Der SVI hingegen hat die Saison bereits beendet. Aufgrund der besseren Differenz würde den Rot-Weissen sogar ein Punkt reichen. Der wäre für Panzer jedoch zu wenig: "Wir spielen in Köthen auf Sieg. Die Jungs sind hochmotiviert und wollen sich nochmal voll reinhängen."

HV Staßfurt: Erik Stein, Pascal Stein - Kevin Tacke, Tobias Lerch (2), Steve Ilgenstein (7), Janik Starosta (7/1), Paul Hoffmann (7), Toni Fanselow (1), Julian Nüssel, Maximilian Görg (3), Tobias Kunkel, Moritz Wilke, Fabian Markus, Philipp Langewald

Siebenmeter: Staßfurt 1/1 - Irxleben 8/5; Zeitstrafen: Staßfurt 4 - Irxleben 4; Rot: Moritz Wilke (Foul, 8. Minute), Toni Fanselow (3x2 Minuten, 45. Minute) -beide Staßfurt-