Lothar Lampe, Trainer des SV Förderstedt (10.), fordert morgen um 15 Uhr einen Sieg seiner Elf gegen den Möringer SV (16.). "Alles andere steht nicht zur Diskussion." Die Gäste stehen bereits als Absteiger der Fußball-Landesliga fest - für den SVF ist dies Fluch und Segen zugleich.

Förderstedt l Mit nur drei Siegen und drei Unentschieden befindet sich Möringen abgeschlagen am Tabellenende, steht mit zwölf Punkten nach 26 Spieltagen bereits als Absteiger fest. Nicht zuletzt ein einziges Pünktchen in der Rückrunde beförderte den MSV ins tabellarische Niemandsland. Mit 58 Gegentoren sind die Gäste nicht nur die Schießbude der Liga - mit 27 erzielten Treffern gleichzeitig der harmloseste Angriff.

Doch genau das sind die Gründe, warum die Förderstedter Möringen nicht unterschätzen dürfen. Zwar scheinen die Rollen klar verteilt, doch im Gegensatz zu den Gästen geht es beim SVF noch um Einiges. "Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel", erklärt Lampe die Brisanz der Partie. Doch der Trainer weiß um den Vorteil der Möringer und warnt: "Der Gegner kann frei aufspielen. Das ist gefährlich." Dennoch zählen für Lampe nur drei Punkte. "Wir spielen zu Hause, da dürfen wir nicht ängstlich agieren." Auch nach den durchwachsenen Resultaten in den vergangenen Wochen ist er sich sicher, dass "wir das Fußballspielen nicht verlernt haben können".

Das sehen die Möringer jedoch genauso, die sich trotz - oder gerade - wegen ihrer Lage ehrgeizige Ziele gesteckt haben. "Wir wollen schon noch einmal einen Dreier landen", sagt Frank Berr, Vorsitzender des MSV. Er ergänzt: "Aber wir fahren wieder mit drei oder vier Spielern aus der zweiten Mannschaften zu diesem Auswärtsspiel."

Im Hinspiel, das Förderstedt dank zweier Treffer von Martin Stille mit 2:1 gewann, konterte die Lampe-Elf Möringen aus. "Der Gegner hat gar nicht schlecht gespielt. Aber Martin hatte einen sehr guten Tag", erinnert sich der Trainer. "Mit unseren Fans im Rücken wollen wir die spielerischen Mittel finden, um den Gegner keine Chance zu lassen."

Dafür kann der Trainer bis auf den beruflich verhinderten Tim Tappenbeck wieder auf eine volle Bank bauen. Maik Adrian nahm gestern nach einer Verletzung wieder am Training teil, Jens Liensdorf hat seine Gelbsperre abgesessen und auch Björn Katzur sowie Stille kehren wieder zurück in den Kader. "Die Jungs wollen sich beweisen. Denn der einstellige Tabellenplatz bleibt unser Ziel." Entsprechend zähle nur der Dreier.

Es fehlt: Tim Tappenbeck (beruflich); Hinspiel: 2:1 für Förderstedt; SR: Tobias Menzel