Atzendorf (chj) l Die ZLG Atzendorf (11.) fuhr zuletzt zwei Kantersiege ein und reagierte damit auf den schwachen Auftritt in Osterwieck. Nun winkt der Beginn einer kleinen Serie. Doch dafür muss die Elf von Steffen Grohe und Bernhard Knoll beim Tabellendritten der Fußball-Landesklasse, der SG Germania Wulferstedt, bestehen. Trotz der beiden überzeugenden vorhergehenden Auftritte sollte die ZLG heute ab 15 Uhr gewarnt sein - nicht zuletzt wegen der bitteren 3:4-Pleite im Hinspiel.

Das wurmt Grohe noch heute: "Wir haben mit 2:0 und 3:1 geführt und doch noch verloren." Als Atzendorf-Schreck entpuppte sich damals Julius Kreft. Er glich mit drei Treffern aus, ehe in der 92. Minute das 3:4 fiel. So groß der Groll auf Kreft auch sein dürfte, für eine Manndeckung sieht Grohe keinen Grund. "Er hat insgesamt ja nur vier Saisontore erzielt." Außerdem ist der Einsatz von Kreft fraglich, während Kapitän Robert Dreyer definitiv fehlt.

Neben der ZLG starten auch die Wulferstedter mit zwei Siegen im Gepäck - und mit dem Selbstvertrauen einer starken Saison. Entsprechend sind die Ziele formuliert: "Wir wollen die drei Punkte zu Hause lassen und den dritten Rang verteidigen", fordert Phillip Charwat, Spieler der Germania. Doch er nimmt die ZLG nicht auf die leichte Schulter. "Wir dürfen die Atzendorfer nicht unterschätzen. Sie haben in den letzten Partien gezeigt, welches Potenzial sie abrufen können."

Eine der beiden Serien wird also reißen. Doch die Atzendorfer wollen auf der Welle von sechs Punkten und satten zehn Toren reiten. "Der Schwung ist groß, die Stimmung gut und die Trainingsleistungen auch", so Grohe. Dabei scheint der Plan bereits zu stehen: "Wir dürfen uns nicht so blöd anstellen wie im Hinspiel, hinten aufmachen und Konter kassieren. Wir fahren nicht nach Wulferstedt, um zu verlieren."

Es fehlen: Sven Wolter (privat), Daniel Ebeling, Christian Rock, Alexander Kutz (alle fraglich); Hinspiel: 4:3 für Wulferstedt; SR: Dustin Neumann