Es ist das letzte Heimspiel und gleichzeitig das letzte der Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga. Die Handballer des SV Germania Borne empfangen heute um 15 Uhr den BSV 93 Magdeburg. Doch angesichts der Vorzeichen stapeln die Gastgeber tief, statt einen Sieg zum Saisonfinale zu fordern.

Borne l Die Vorzeichen sind nicht die besten. Denn erneut geht die Germania personell gebeutelt in die Partie, zum wiederholten Male wird Verstärkung aus der zweiten Vertretung benötigt. "Das Personalkarussel dreht sich weiter", erklärt Andreas Lampe aus dem Trainergespann mit Sven Klippstein. Neben einigen definitiven Ausfällen bleiben Guido Lahne und Jens Friedrich verletzungsbedingt fraglich.

Das weitere negative Vorzeichen ist die Leistung der Vorwoche in Seehausen. Borne unterlag sang- und klanglos mit 19:32. Lampe versucht, aus der Not eine Tugend zu machen und erwartet auf eine deutliche Steigerung seiner Sieben. "Ich hoffe, dass die Mannschaft das zum Positiven wendet. Denn viel schlechter geht es ja kaum."

Ein positives Vorzeichen könnte allerdings das Hinspiel gegen den BSV sein. Zwar unterlag Borne mit 23:26, doch schon damals sah sich das Team personellen Problemen gegenüber, was zur einer Leistungssteigerung der verbleibenden Akteure führte. Die kämpferische Einstellung und sogar die Chancenverwertung - immer wieder ein Thema bei der Germania - stimmten. "Wir haben uns besser geschlagen als erwartet", erinnert sich Bornes Coach.

Doch Lampe dämpft die Erwartungen etwas. "Es kommt der Dritte der Tabelle zu uns. Das sagt genug über unsere Chancen."

Borne ist Elfter. Kampflos wollen sich die Gastgeber jedoch auch nicht ergeben. Dafür setzt der Trainer, der "die Deckung noch einmal richtig einstellen" will, vor allem auf die tatkräftige Unterstützung der Halle. "Wir wollen uns mit einer vernünftigen Leistung von den Zuschauern verabschieden. Es steht uns eine lange Handball-Pause bevor. Ich hoffe, dass sowohl die Fans als auch die Mannschaft noch einmal so richtig Appetit auf das letzte Spiel haben."