Staßfurt (chj) l Es ist das letzte Heimspiel, es ist das letzte Saisonspiel und es ist der letzte Auftritt in der Sachsen-Anhalt-Liga für die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II. Das Team von Mario Kutzer, das unlängst als Absteiger feststeht, empfängt heute ab 15.30 Uhr die HSG Wolfen 2000 und will sich in allererster Linie vernünftig verabschieden.

Die Wolfener reisen als Tabellenfünfte an und sicherlich auch mit der Favoritenrolle. Doch genau das ist den Gastgebern recht. Denn bereits in Spergau hatte der HVS II nichts zu verlieren, unterlag zwar, konnte den Trainer aber dennoch überzeugen. "Ich hoffe, dass die Stimmung wie beim letzten Mal sein wird. Nur die Abschlüsse könnten etwas besser sein", erklärt Kutzer.

An der Motivation dürfte es zumindest nicht scheitern. Zum einen, "da wir uns ordentlich verabschieden wollen", zum anderen, weil die Staßfurter noch eine Rechnung offen haben. "Im Hinspiel haben wir lange geführt und am Ende doch verloren", erinnert sich der Trainer. Wolfen gewann knapp mit 33:31. Doch auch die Stärke der Gäste blieb Kutzer in Erinnerung. "Wolfen verfügt über eine gute Aufbaureihe, die oft kreuzt. Wir werden entsprechend in der Deckung rotieren müssen."

Trotz aller taktischen Maßnahmen will Kutzer allen Spielern Einsatzzeiten geben. "Jeder wird auf seine Kosten kommen." Dabei hat der Coach sogar ein Luxusproblem. Ihm stehen zu viele Akteure zur Verfügung, sodass der ein oder andere nicht auflaufen kann. Am Ende werden jedoch alle gemeinsam die Saison ausklingen lassen, zusammen mit den treuesten Fans.