Staßfurt. Sie nennen sich "Handballfans vom Hermsdorfer Kreuz". Derzeit sind es elf Fans, die den Hermsdorfer Handball tatkräftig und vor allem lautstark unterstützen. Der "Hexenkessel" wird daher heute wieder mächtig zum Kochen kommen, wenn der Mitteldeutsche Oberligist SV Hermsdorf den HV Rot-Weiss Staßfurt empfängt. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der Werner-Seelebinder-Sporthalle.

Die Staßfurter fahren nicht unvorbereitet nach Thüringen. "Wir packen alle Trommeln ein und ich wünsche mir, dass viele Fans das Team begeleiten", hofft HV-Chef Patrick Schliwa. Die Situation ist ernst. "Wir müssen uns alle klar machen, dass wir im Abstiegskampf sind. Da wird jeder benötigt. Ganz besonders die Fans."

Die Thüringer verschafften sich am vergangenen Spieltag durch den 29:23-Sieg gegen die SG Eintracht Glinde Luft im Abstiegskampf. "Wir konnten unser schnelles Spiel nach vorn durchziehen. Das hat den Erfolg gebracht", sagte Co-Trainer Mario Kühne. Die Staßfurter stecken dagegen mittendrin. In der Woche folgte dann der Trainerwechsel. Der Magdeburger Reiner Baumgart übernahm das Amt. "Wir streben auf jeden Fall einen Sieg an. Alle Spiele sind für uns Endspiele." Der Schwerpunkt in den ersten Einheiten lag vorrangig in der Deckungsarbeit. "Wir haben hauptsächlich über die Motivation und die Kommunikation in der Deckung gesprochen." Die wird heute immens wichtig sein, will das Team in Hermsdorf bestehen. Dafür stehen ihm die Rückraumspieler Nils Hähnel und Alexander Ernst noch nicht wieder zur Verfügung.

Bei den Hermsdorfern bleibt die personelle Situation weiterhin angespannt. Neben den verletzten Rückraumakteuren Ferenc Bergner, Maik Grützbach, Robert Herling und Eric Fischer wird auch Stefan Riedel fehlen. Friedrich schraubte die Erwartungen vor der Begegnung nicht zu hoch: Wir haben gegen Glinde gewonnen, das war wichtig. Wenn wir heute nachlegen, dann haben wir sieben Punkte zwischen uns und Staßfurt gelegt."

Abfahrt Fanbus: Ab 16.30 Uhr, Schulstraße.