Nachdem der SV Förderstedt (9.) zuletzt auf fremdem Rasen kaum Erfolge vorweisen konnte, wollen es die Fußballer morgen ab 15 Uhr beim Vorletzten der Landes-liga, dem SV Grün-Weiß Potzehne, probieren.

Förderstedt/Potzehne l Es treffen zwei alte Bekannte aufeinander. Die morgige Partie ist bereits das dritte Aufeinandertreffen dieser Saison. Denn neben dem Hinspiel, das der SVF mit 2:1 für sich entscheiden konnte, standen sich beide Teams auch in der zweiten Runde des Landespokals gegenüber. Auch hier waren die Förderstedter mit 4:2 siegreich.

Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Denn Potzehne ist praktisch bereits abgestiegen. Zehn Punkte trennen die Grün-Weißen vom ersten Nicht-Abstiegsplatz, den zurzeit der Magdeburger SV Börde einnimmt. Selbst der Relegationsplatz ist mit sieben Zählern in weite Ferne gerückt. Aber genau diese Tatsache birgt die große Gefahr des 28. Spieltags. Potzehne hat nichts mehr zu verlieren, kann frei aufspielen. Außerdem ist es das letzte Heimspiel für die Grün-Weißen, die sich sicherlich ordentlich verabschieden wollen.

Dessen ist sich auch Jens Liensdorf, Spielertrainer des SV Förderstedt, bewusst. "Sicher wird der Gegner das letzte Heimspiel vernünftig bestreiten wollen. Die Mannschaft ist seinen Fans etwas schuldig. Entsprechend erwarte ich eine enge Partie", warnt er. Zu fordern, dass das "Triple" gegen Potzehne voll gemacht werden müsse, kommt ihm nicht in den Sinn. "Es waren zwei knappe Begegnungen, die gar nicht so einfach waren."

Trotz aller Warnungen kommt Liensdorf nicht umhin, die tabellarischen Unterschiede anzuerkennen. "Wir müssen uns der Favoritenrolle annehmen und dürfen uns nicht verstecken." Es wäre jedoch leichtsinnig, dazu aufzurufen, die negative Tordifferenz aufzubessern. Das steht bei den Förderstedtern sowieso nicht im Fokus. "Das ist für uns nebensächlich. Wir wussten ja alle, dass es ein Findungsjahr für uns wird." Unter zahlreichen Umstellungen litt vor allem die Defensive. Allerdings könnten bei einem Dreier gleich zwei Plätze gutgemacht werden. "In der Tabelle wollen wir so weit wie möglich nach oben", verrät Liensdorf.

Neben Sebastian Strobach und Björn Kaczur muss der SV Förderstedt noch einen weiteren Ausfall kompensieren. Coach Lothar Lampe wird seine Schützlinge nicht von der Seitenline anleiten können. Auf der Flucht vor den oft glücklosen Auswärtsspielen ist er allerdings nicht. "Er ist im Urlaub, den er sich auch verdient hat", so Trainerkollege Liensdorf.

Es fehlen: Sebastian Strobach, Björn Kaczur (beide Arbeit); Hinspiel: 2:1 für Förderstedt; SR: Benjamin Petri