Mit 41 Treffern ging es recht torreich in der Fußball-Salzlandliga zu. Da verwundert es wenig, dass vor allem Offensiv-akteure für die Auswahl des 29. Spieltages nominiert wurden. Aber auch ein Schiedsrichtergespann wurde in höchsten Tönen gelobt.

Salzlandkreis l Auf die Unparteiischen wird viel geschimpft. Umso erfreulicher ist es, wenn Spieler oder Trainer lobende Worte über sie verlieren. So tat es Frank Oehme, Coach des SV Rathmannsdorf. Nach einem Standard, den der SVR vermeintlich mit der Hand abwehrte, zeigte Marcel Kautz auf den Punkt. Doch nach kurzer Beratung mit Linienrichter Norbert Herzog, der die Situation genau sah, zog Kautz seine Entscheidung zurück. "Das war bemerkenswert. Oft bestehen Schiedsrichter auf ihre Meinung." Der SVR-Coach wollte nach dem 2:2 gegen Einheit Bernburg aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung niemanden hervorheben. Dafür tat es sein Gegenüber, Norbert Lehmann. "Thomas Keye hat uns das Leben schwer gemacht." Aus seiner eigenen Elf lobte er vor allem Christoph Vatthauer, der "einmal mehr an den Ketten zerrte".

Die torreichste Partie fand zwischen Unseburg/Tarthun und Giersleben statt. Nach dem 9:1-Sieg lobte TSG-Coach Tino Kirst zwei seiner Schützlinge. "José Mundt zeigte im offensiven Mittelfeld sein bestes Saisonspiel." Außerdem glänzte der "Sechser" Sven Stanko: "Er hat für Stabilität gesorgt, kaum einen Zweikampf verloren und initiierte einige Angriffe." Nach der Klatsche war Gierslebens Trainer Werner Brähmer bedient, aber gefasst. Zwar wusste er angesichts von sieben Ausfällen, dass seine Elf der Außenseiter war, "aber dass es so deutlich wurde, enttäuschte mich. Einzig Kai Reinhardt und Christian Stephan haben sich gewährt."

Nach dem wichtigen 3:1-Erfolg über Hakeborn war Marko Ulbrich, Trainer des Schönebecker SC II, stolz auf die beiden A-Junioren Patrick Kuhn und Johannes Knoblauch. "Sie haben unser Spiel belebt." Kuhn sorgte über rechts für Gefahr und belohnte sich mit einem Treffer, Knoblauch war als "Sechser" für die Stabilität wichtig. Außerdem lobte Ulbrich seinen Routinier Frank Pfanne, den "Abwehrorganisator". Auch Drohndorf/Mehringes Meistertrainer Sebastian Otte war stolz auf einen "Oldie". Der 36-jährige Dominik Ernst arbeitete unermüdlich und erzielte per Fallrückzieher das "Tor des Jahres". Trotz seines Alters "kann sich so mancher läuferisch eine Scheibe abschneiden", lobte Otte. Außerdem erwies sich Michael Schwab als Fels in der Brandung. Auf gegnerischer Seite lobte Calbes Detlef Sobczak Stefan Sandau und Tino Kolloff.

Und noch ein weiterer "alter Haudegen" packte den Sprung in die Auswahl-Elf. Der Eickendorfer Mathias Krone marschierte beim 2:2 gegen Neugattersleben vorne weg und "zog die ganze Mannschaft mit", lobte Marco Schmoldt. Krone erzielte einen Treffer und holte einen Strafstoß heraus.

Wacker Felgeleben wartet mit gleich drei Nominierten auf. Einen Bärenanteil am 4:2 hatte Keeper Thomas Apel, der einen "Elfer" parierte und sein Team so auf der sicheren Seite hielt. Außerdem überzeugten Trainer Thoralf Voß die beiden Offensivakteure Martin Glaser und Sebastian Käsebier. Neben zwei Treffern stimmten bei Glaser "wie immer Einsatz und Kampf". Käsebier glänzte als Spezialist für ruhende Bälle.