Der HV Staßfurt nahm sich für die Saison 2013/14 der Mitteldeutschen Handball-Oberliga viel vor, blieb jedoch in der Hinrunde unter den Erwartungen. Dafür verlief die Rückserie dann nach rot-weissem Geschmack, wofür nicht zuletzt das unvergessene Köthen-Derby sorgte.

Staßfurt l Das erklärte Saisonziel war ein Platz unter den ersten Drei - so zumindest wollte es der Vorstand. Trainer Uwe Mäuer hingegen war eher darauf aus, den vierten Rang der Vorsaison zu bestätigen. Doch im Laufe der Hinrunde deutete sich an, dass sowohl der Vorstand als auch der Coach daneben lagen. Denn zur Winterpause rangierte der HVS im Niemandsland der Tabelle und hatte mit einem negativen Punktekonto von 11:15 die Vorgaben klar verfehlt. Erst eine starke Rückrunde, die 19 von 26 möglichen Punkten einbrachte, sorgte für einen versöhnlichen Abschluss, wenngleich die Chance auf Platz vier am letzten Spieltag gegen Glauchau/Meerane vergeben wurde.

Gleich am zweiten Spieltag, beim stets brisanten Derby in Köthen, setzte es mit 26:27 einen ersten Dämpfer. Im Rückspiel vor heimischer Kulisse beglichen die Rot-Weissen die offene Rechnung allerdings wieder. Dabei ging Neuzugang Tobias Rindert als Derbyheld hervor. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff versenkte er einen Freiwurf und sicherte dem HVS den knappen 29:28-Sieg. Es war sicherlich der Höhepunkt der Saison in der Paul-Merkewitz-Halle, zumal es sich bei den Köthenern um den Aufsteiger in die 3. Liga handelte.

Für große Highlights sorgte auch und vor allem Patrick Tuchen. Der Torwart war der wohl konstanteste Akteur der Staßfurter und erwies sich ein ums andere Mal als sicherer Rückhalt. Gegen den SV Oebisfelde krönte er seine hervorragende Leistung sogar mit einem Tänzchen auf der Platte. Nicht umsonst wurde er von den Fans zum Spieler der Saison gewählt.

   

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