Aschersleben (sam). Die Vorzeichen könnten eigentlich schlechter nicht sein. Die personelle Situation ist beim Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HC Salzland 06 vor dem Auswärtsspiel morgen um 13.30 Uhr gegen den SV Union Halle-Neustadt II mehr als angespannt.

So stehen Trainer André Hein mit Silke Ruthe und Stefanie Jäger gleich zwei Stammkräfte aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Doch auch Spielerinnen wie Nicole Kramer oder Eilsabeth Günther werden angeschlagen in die Partie gehen. "Eigentlich hat fast jede etwas. Wir beißen aber die Zähne zusammen und fahren nach Halle, um zu gewinnen", gibt sich Hein kämpferisch. In der Woche wurde gut trainiert. Der Schwerpunkt lag im Fitnessbereich.

Da die Vorzeichen nicht die besten sind, gehen für Hein die Hallenserinnen als klarer Favorit in die Partie. "Ich kann mit der Rolle des Außenseiters sehr gut leben." Dabei hofft er, dass die Mannschaft ihre Stärken ausspielt. Diese lagen in den bisherigen Begegnungen im Kampfbereich und in einer soliden Deckungsarbeit begründet. So ließ der HCS 06 im jüngsten Punktspiel gegen den HC Rödertal nur 23 Gegentore zu. Die Abwehr bereitet also keine Sorgen. Nur im Angriff blieben viele Möglichkeiten aus. "Das Angriffsverhalten über den Kreis ist nicht zufriedenstellend", weiß er.

Auch Eva Beyer plagen Personalsorgen. Die Trainerin des SV Union Halle-Neustadt II muss weiterhin ohne ihre Rückraumspielerinnen Carina Messerschmidt und Kathrin Lucka, die beide verletzt sind, auskommen. "Beide spielen in der Mannschaft eine wichtige Rolle." Dennoch hofft Beyer, dass sich ihre Sieben "in der Abwehr und im Angriff steigert, vor allem aber geduldig und mit Konzept agiert".