Bernburg (chj) l Für die Fußballer des Egelner SV Germania steht heute Abend der Höhepunkt der Saison an. Denn ab 19 Uhr trifft die Elf von Sören Leßmann im Finale des Salzlandpokals auf den Schackstedter SV. "Eins ist Fakt: Wenn man in einem Endspiel steht, will man es auch gewinnen", gibt der Coach die Marschroute vor.

Doch ihm ist natürlich bewusst, dass dieses Unterfangen kein leichtes wird. Denn beide Teams trennt eine Liga. Während der SSV die Landesklasse auf Rang drei beendete, wurde Egeln Fünfter in der Salzlandliga. Auch die zurückliegende 2:7-Klatsche bei Einheit Bernburg schockt Leßmann nicht, da einige seiner Schützlinge bereits geschont wurden. "Uns schien der Pokal wichtiger." So kann der Trainer personell weitesgehend aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Stefan König wird fehlen, da er im Halbfinale mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Doch auch mit einer vollen Bank weiß Leßmann, wo der ESV einzuordnen ist. "Grundsätzlich sind wir erst einmal Außenseiter. Für uns ist es bereits ein Riesenerfolg, überhaupt so weit gekommen zu sein, auch wenn wir bei einer Niederlage natürlich enttäuscht wären. Wir wären keine Sportler, wenn wir nicht gewinnen wollen würden." Dafür will der Coach auf Bewährtes setzen: Aus einer kompakten Defensive heraus kontern. Und noch ein weiteres Mittel steht auf dem Programm. "Angesichts der technischen Unterschiede müssen wir vor allem körperlich und läuferisch dagegenhalten. Wir müssen Schackstdt beeindrucken, ohne dabei unfair zu werden. Sollten wir offen mitspielen, würden wir uns vermutlich keinen Gefallen tun."

Neben dem Klassenunterschied kommt erschwerend hinzu, dass David Goliath nicht kennt. Während die Schackstedter für die Mannschaft des ESV Neuland sind, weiß zumindest der Coach, gegen wen es heute Abend geht. "Ich habe mir den Gegner angesehen und sowohl Stärken als auch Schwächen ausgemacht. Nun gilt es, die Stärken zu unterbinden und aus den Schwächen Kapital zu schlagen."