Ermsleben (sbö/chj) l Der Konradsburglauf in Ermsleben hat wettertechnisch immer Überraschungen parat. Kamen die Leichtathleten im vorigen Jahr durchnässt in das Ziel, glich der 30. Jubiläumslauf einer wahren Hitzeschlacht. Nun warb der Veranstalter aber gerade dieses Mal mit der neu ausgeschriebenen Halbmarathon-Distanz durch das landschaftlich reizvolle Gebiet Falkenstein. Von den zwölf startenden Routiniers der Gaensefurther Sportbewegung nahmen trotz der widrigen Bedingungen sieben Athleten die Herausforderung über die anspruchsvollen 21,1 Kilometer an.

Der frühe Start kam den steigenden Temperaturen durchaus entgegen. Doch der erste Anstieg kam rasch und damit auch der erste Kraftakt für Lunge und Muskulatur. Leicht bergab ging es an Feldern vorbei, der Brocken grüßte aus der Ferne, bevor der nächste Anstieg in Serpentinen gut zwei Kilometer anhielt. Für alle "Halbmarathonis" folgte nun die Streckenerweiterung Richtung Degenershausen. Nach einer Runde im Landschaftspark bestand auf dem Rückweg die Möglichkeit, die nachfolgenden Vereinskollegen abzuklatschen.

Dirk Meier und Steffen Schöler schenkten sich nichts und Jörg Eisfeld versuchte, an der Gruppe dran zu bleiben. Auch Ina Schöler von der ZLG Atzendorf - ebenfalls im "Männertempo" unterwegs - war bereits auf dem Rückweg. Die Hälfte der Strecke war gemeistert und der nächste Anstieg wartete bereits. Hier trafen die Gaensefurther auf die 11,4-Kilometer-Läufer, die nach einer Runde um die namensgebende Konradsburg wieder in Richtung Ziel liefen. Für Jürgen Eisfeld, Sylvia Köhn und Claudia Meier reichte es am Ende für einen Podestplatz. Da waren Jana Berger und Bärbel Eisfeld bereits wieder da. Die beiden starteten über die Kurzdistanz und verbuchten in ihren Altersklassen Rang eins und zwei.

Der lange Kanten hingegen entfernte sich wieder von der Burg und lief den Ortsteil Neuplatendorf an. Nun brannte die Sonne unbarmherzig, kein schattenspendender Baum und kein Getränkepunkt war in Sicht, hinzu kam noch ein Berg. Im Ort versuchten die Anwohner aufzumuntern. Ein müdes Lächeln kam wohl noch, doch erst ein kleiner blauer Wassereimer am Straßenrand weckte dann wieder die Lebensgeister. Nun ging es wieder zurück zur Burg. Die restlichen Kilometer verliefen abschüssig. Schöler hatte als Gesamtsiegerin der Frauen in hervorragenden 1:40:58 Stunden die Distanz gemeistert. Börner benötigte über zwei Stunden für die gleiche Strecke.