Beim stark aufgestellten Magdeburger Jubiläumslauf, dem 35. Hopfengarten-Pokal-Lauf, erkämpfte aus der Region Staßfurt/Schönebeck nur Horst Kühn vom Bördesportverein Eickendorf einen Pokal. Mit 800 Läufern auf den ausgeschriebenen Strecken des fünften Wertungslaufes im Novo-Nordisk-Landescup verbuchte der Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord.

Magdeburg (sbö/nrc) l Bis kurz vor den Startzeiten wurden Nachmeldungen entgegen genommen. Auf dem Rundkurs durch das Magdeburger Wohngebiet Hopfengarten schien die Läuferkette kein Ende zu nehmen.

Mit dem Fünf-Kilometer-Startschuss wurde das stärkste Teilnehmerfeld auf die Wertungsstrecke der Frauen und der Männer ab Altersklasse M 65 geschickt. Standen in den Vorjahren viele Anwohner mit ihren Gartenschläuchen parat, erschien das Wohngebiet in diesem Jahr wie ausgestorben. Kein Luftzug und die Sonne brannte unbarmherzig auf die 800 Starter herab.

Fünf Kilometer gelten bei den "Bode-Runners" der Gaensefurther Sportbewegung (GSB) inzwischen als Kurzstrecke. Das steht man durch, man erreicht das Ziel auch ohne die Erfrischung eines Gartenschlauchs.

Mit Frank Schauer (Deutscher Meister 2014 im Marathon) und Yves Löbel (zweifacher Sieger beim Magdeburg Marathon), waren auch wieder zwei prominente Größen für den Zehn-Kilometer-Lauf am Start. Nur drei Minuten hinter den Frauen wurde die für den Autoverkehr gesperrte Strecke freigegeben. Eine Aufholjagd begann und an engen Passagen hatten die Profis ihre Mühe sich an den Aktiven vorbei zu kämpfen.

Für den Wertungslauf der Frauen war das nicht uninteressant, sorgte es für zusätzliche Geschwindigkeit auf dem ohnehin schon flotten Kurs. So war eine Runde auch vollkommen ausreichend bei diesen warmen Temperaturen. Nur die Männer mussten auf ihre zweite Runde.

Nur die Männer und Ina Schöler von der ZLG Atzendorf. Sie wollte schon immer einmal die Zehn-Kilometer-Strecke in Magdeburg laufen. Außerhalb der Wertung verzichtete sie damit vielleicht sogar auf einen Pokalsieg über die Kurzstrecke.

Das Feld hatte sich inzwischen weit auseinander gezogen. Viele Sportler wollten einfach nur noch den Lauf über die Ziellinie bringen. Ein zu starkes Anfangstempo forderte unter Umständen nun Tribut, viele Athleten verbuchten aber auch neue Bestzeiten und sammelten somit wichtige Punkte für die Wertung im Läufercup.

Die "Bode-Runnerin" Sylvia Köhn war wieder vorne mit dabei und belegte in ihrer Altersklasse W 30 den zweiten Platz. Am Ende kamen alle Teilnehmer gesund ins Ziel. Eine erfrischende Dusche, extra zum Jubiläumslauf abgefülltes "Colbitzer" und unzählig geschmierte Schmalzstullen entlohnten die Athleten für alle überstandenen Strapazen dieses Wettbewerbs.