Als es dann mal schnell ging, war der Fußball-Verbandsligist SV 09 Staßfurt erfolgreich. Als Matthias Fischer vom Schönbecker SV aufgerückt war und der Ball ins Aus ging, wurde der Landesligist durch einen schnellen Einwurf ausgekontert. Denny Piele vom SV 09 setzte sich auf der rechten Seite durch, spielte einen Doppelpass mit Marcel Mähnert, der anschließend in diesem Testspiel zum 2:1 erhöhte (43.). Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 3:3 (3:1)-Unentschieden.

Staßfurt. Das 3:1 entstand aus einer ähnlichen Situation, Markus Müller setzte sich über das Zentrum durch und vollendete den Konter (44.). Zuvor glich Danny Tonn zum 1:1 aus (33.), nachdem Mathias Rhode die Gäste in Führung gebracht hatte (19.). Bei den Treffern "haben wir gespielt, wie ich es mir vorstelle", sagte René Schulze, der 09-Trainer. Wenige Kontakte, oft am Ball, aber nicht lange – einfach schnörkellos. "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition erarbeitet."

Daran beteiligt war oft Jens Liensdorf, der auf der Sechser-Position viel Übersicht bewies und Verantwortung übernahm. Das hat er bereits in der Hinrunde getan, weshalb Staßfurt gegen die unmittelbaren Konkurrenten um den Klassenerhalt gewonnen hat. "Das war sehr wichtig."

Diese Position gilt es nun, in der Rückrunde zu verteidigen. Dafür verlangt Schulze von seinen Schützlingen Konzentration über 90 Minuten. Diese hatten sie am Sonnabend nämlich vermissen lassen. Zunächst stand die Anfangsviertelstunde nach dem Wechsel im Zeichen des Gastgebers, doch dann schaltete er einen Gang zurück. "Ab der 60. Minute haben wir zu leichtsinnig agiert", haderte er. Der Schönebecker SV bestrafte die Fehlpässe und mangelnde Laufbereitschaft mit zwei Gegentreffern, weil er vor allem im Umkehrspiel gute Qualitäten gezeigt hat. Staßfurt jedoch verfiel in Einzelaktionen, "jeder hat nur noch für sich gespielt". Womöglich machte sich dann der Kräfteverschleiß bemerkbar, das Team ist ja mittendrin in der Vorbereitung auf den Rückrundenstart, weshalb Schulze dieses Spiel natürlich nicht überbewertet. Lehren daraus zieht er dennoch.

"Wir haben gezeigt, dass wir es können", schätzte er die erste Hälfte ein. "Zwar lagen wir zunächst in Rückstand, sind dann aber dominant aufgetreten." Staßfurt hat sich viel bewegt, ist viel gelaufen und hat Anspielstationen geschaffen. "Vielleicht lief es dann schon wieder zu gut", sagte Schulze. Sein junges Team hat die spielerische Linie verlassen. "Wir müssen in diesen Situationen noch erwachsener werden", schätzte er ein, damit der Vorsprung auch ins Ziel gebracht werden kann.

Der SSV präsentierte sich aber recht ordentlich, wusste im Spielaufbau zu gefallen. Mit Tempowechseln und schnellen, kurzen Pässen überwand das Team von Trainer Marko Fiedler die Viererkette der Gastgeber des Öfteren geschickt. Lediglich im Abschluss blieb es streckenweise zu harmlos, bekam nicht genügend Druck hinter den Ball. Besser lief es dann zum Ende der zweiten Halbzeit, der SSV zeigte Moral und bäumte sich noch einmal auf.

"Es war vielleicht gar nicht so schlecht, dass wir noch die zwei Gegentreffer kassiert haben", fand Schulze durchaus Positives in diesem vermeidbaren Unentschieden. Schließlich hat er bereits den Saisonstart am 12. Februar im Visier, dann geht es zu Romonta Amsdorf – einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Und in dieser Partie ist mit Sicherheit Konzentration über die gesamte Spielzeit notwendig.

Bis dahin testet der SV 09 noch zweimal auf den Rasen. Am Sonnabend, 29. Januar, geht es zu Romonta Stedten, Am Mittwoch, 2. Februar, gastiert der FSV Hettstedt im Stadion der Einheit.

Staßfurt: Witte – Ponickau, Oehme, Friedrichs, Mähnert, Müller (75. Roldan-Arias), Liensdorf, Tonn (60. Abraham), Roldan-Arias (60. Gurn), Piele, Härtl

Schönebeck: S. Ebeling – Jahns, Fischer, Bernau, Bruchmüller, Jörß, Rhode, Wolff, Meyer, Hellige

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