Angermünde (sam). Das Hinspiel hatten die Regionalliga-Volleyballerinnen des VC 97 Staßfurt gegen den Aufsteiger VC Angermünde noch mit 3:0 gewonnen. Im Rückspiel drehten die Brandeburgerinnen den Spieß um, setzten ihren Aufwärtstrend fort und behielten gestern Nachmittag mit 3:0 (25:18, 25:19, 33:31) die Oberhand. Für die Staßfurterinnen bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag in Bezug auf den Klassenerhalt.

Doch ans Aufgeben denkt keine der Schützlinge von Trainer Torsten Multischewski. Diese Frage hatte sich das Team auch nach der Partie gestellt, aber das Thema war nach einigen Rechenspielen schnell wieder erledigt. "Wir haben noch eine realistische Chance", betonte Co-Trainerin Marén Schulz.

Die Gäste hatten sich vor der Begegnung viel vorgenommen. Die zurechtgelegte Taktik wurde bereits am Morgen kräftig durcheinander gewirbelt, denn Anica Ackermann (privat) und Paula Elze (krank) fielen kurzfristig aus. So rückte zunächst Antje Reuleke auf die Position Mitte, Schulz auf Diagonal und die Außenpositionen besetzten Nicky Kirchhoff und Jana Rogau.

In den ersten beiden Durchgängen übernahmen die Gäste vor allem die Rolle des Zuschauers. Dabei spielten sie ihre große Stärke, Druck über die Aufschläge zu erzeugen, nicht aus. Dafür trumpften die Staßfurterinnen über Zuspiel auf, dabei zeichnete sich Stefanie Karnstedt aus. Doch das allein reichte nicht aus, um den Gastgeber unter Druck zu setzen. Der VCA zeigte sich im Vergleich zum Hinspiel stark verbessert in der Blockarbeit und im Aufschlag. Doch auch der Libero machte den Gästen das Leben schwer.

Beim VC 97 erwiesen sich die Umstellungen im dritten Satz, als Rogau auf Diagonal, Reuleke und Kirchhoff auf Außen sowie Schulz in die Mitte wechselten, als wirkungsvoll. "Wir haben dann gezeigt, was wir können", so Schulz. Das führte so weit, dass die Staßfurterinnen zwischenzeitlich sogar mit 20:12 in Führung lagen. "Wir haben sie nicht durchgebracht", ärgerte sich Schulz. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der dritte Durchgang zu einer knappen Angelegenheit. Die besseren Nerven schienen die Brandenburgerinnen zu haben, sie entschieden diesen schließlich mit 33:31 für sich.

VC 97: Schulz, Bock, Scheuermann, Rogau, Karnstedt, Reuleke, Wagner, Kirchhoff