Die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung beteiligten sich am vereinsübergreifenden Projekt "Börderläufer" und starteten in diesem Rahmen beim 4. Fehmarn-Marathon. Sylvia Köhn und Renate Liedtke liefen dabei zu Gold.

Fehmarn (sbö/chj) l Der Name "Bördeläufer" steht für eine vereinsübergreifende Laufgruppe aus Sachsen-Anhalt. Bisher gehörten Aktive aus Angern, Haldensleben, Schackensleben, Irxleben und Wellen zum harten Kern der Vereinigung. Auf Einladung der Socken-Wellener füllten nun auch vier Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung die Reihen weiter auf. Für das einheitliche Outfit investierte vorerst jeder Neuzugang in ein Bördeläufer-Shirt. Damit ausgerüstet, startete ein Reisebus mit 60 Teilnehmern aus ganz Sachsen-Anhalt nach Fehmarn in Richtung Ostseeküste.

Renate Liedkte meldete auf die Fünf-Kilometer-Kurzstrecke um, war doch eine Muskelzerrung noch nicht gänzlich ausgeheilt. Da sie sich als einzige Starterin in der Altersklasse W 60 an die stürmische Strecke traute, war ihr erster Platz am Ende der wohlverdiente Lohn.

Die größte Teilnehmergruppe finishte über die Halbmarathon-Distanz. Ab dem Ort Wallenau erwies sich ein Deich vorerst als idealer Windbrecher. Sabine Börner spekulierte bereits auf eine neue Bestzeit, verliefen die ersten zehn Kilometer für sie doch äußerst zügig. Die vielen grünen Bördeläufer-Shirts auf der Strecke verliehen ein irres Gefühl. "Gemeinsam mehr erleben" - der Slogan erfüllte sich nach Meinung der Gaensefurther auf Fehmarn vollends.

Nach einer Schleife mussten die Athleten 200 Meter gegen den Wind laufen. Damit eröffnete sich ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Vorerst ging es hinein in die Insel und auf den nächsten Kilometern steckte man die seitlichen Böen noch ganz gut weg. Viel trinken war angesagt, denn die Sonne brannte und auch die Kräfte schwanden mit jedem Kilometer. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits alle Körner verschossen hatte und keinen "netten Laufkumpel" als Windbrecher vor sich binden konnte, hatte auf den letzten fünf Kilometern mächtig zu kämpfen. Der Sturm war kräftezehrend und nahm den Läufern den Atem. Mehrere Straßenquerungen erforderten weiterhin die volle Konzentration. Nur langsam kam Wallenaus Kirchturmspitze wieder näher heran. Für Sylvia Köhn war die Distanz ein weiterer Test für Schwerin. Ihre Verletzung scheint ausgeheilt, die alte Form fast wieder erreicht - Platz eins in der Altersklasse W 30. Börners Bestzeit schien am Ende vom Winde verweht.

Doch was wäre der Fehmarn-Marathon ohne Marathon? Von den 42 Aktiven stellten die Bördeläufer drei Teilnehmer über die Königsdisziplin. War für die "Halbmarathonis" in Wallenau das Ziel erreicht, stand für die doppelte Distanz eine erneute Runde über die 21,1 Kilometer an. Dass die Bördeläufer mit Mario Stach nach nur 02:51:52 Stunden den Gesamtsieger stellten, setzte dem Auftritt der Sachsen-Anhalter die Krone auf. Nun war keiner mehr zu halten. Der Veranstalter war ebenso begeistert: "So eine Stimmung hatten wir hier noch nie."

Bevor am nächsten Tag die Heimreise anstand, regenerierten die Sportler bei Sonne, Strand und Wellenbad. Entgegen der Fußballerbeine genossen die Läuferbeine beim Public Viewing am Abend ihre wohlverdiente Pause.

Ergebnisse der Gaensefurther Sportbewegung beim 4. Fehmarn-Marathon

5,0 Kilometer

W55: 1. Platz Renate Liedtke (31:06 Minuten)

21,1 Kilometer

W30: 1. Sylvia Köhn (02:00:40 Stunden)

W45: 5. Sabine Börner (01:52:51)

M50: 7. Jens-Uwe Börner (01:45:20)