Unter neuer Federführung durch die Hasselaner Triathlonfreunde startete am letzten Wochenende in Wischer die 26. Auflage des Altmark-Triathlons. Auch vier Triathleten der Gaensefurther Sportbewegung (GSB) waren mit am Start. Am Ende fuhren Steffen Schöler in einer Zeit von 02:34:07 Stunden und Platz drei sowie Sabine Börner in 01:18:17 Stunden und Rang eins zwei Medaillen für die "Bode-Runners" ein.

Wischer (sbö/nrc) l Eine olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 43,5 Kilometer Rad und einer abschließenden 10-Kilometer-Laufeinheit waren ausgeschrieben. Durch die warmen Temperaturen des Baggersees wurde für die zwei zu absolvierenden Schwimmrunden das Tragen von Neoprenanzügen untersagt. Martin Wille kam am besten mit den Bedingungen zurecht und verließ nach einer starken Schwimmeinheit als erster Gaensefurther das nasse Element.

Die Aufholjagd begann, denn mit gebührendem Abstand folgten Thomas Vetter, Steffen Schöler und Detlef Schäfer dem vorauseilenden Youngster zunächst durch den tiefen Sand des Waldbades. In Triathleten schlummern durchaus Feuerwehrtalente, denn in Windeseile wechselte die Ausrüstung entsprechend der anstehenden Raddisziplin. Helm, Transponder, Radschuhe, Fahrradbrille, Startnummer und Trinkflasche. Bis vor zur Straße musste das Rad geschoben werden, eine Zwischendisziplin, die man mit den harten Radschuhen vorab schon einmal geübt haben sollte.

Wenn den aufmerksamen Kampfrichtern kein weiterer Makel auffiel, war die Fahrt für die 43,5 Kilometer lange Radstrecke freigegeben. Zuschauerfreundlich schossen die Rennräder zwei Mal atemberaubend an der Zielgasse vorbei, bevor die Athleten nach der dritten Runde ihr Rad an der Linie dosiert abbremsten. Wille lag weiterhin ganz vorn.

Nun folgte der Wechsel auf die Laufstrecke. Weiter hinten lagen die drei Senioren der GSB dicht beieinander. Wie so oft sollte die Laufstrecke über die vereinsinterne Platzverteilung entscheiden. So puscht man sich gegenseitig, verbessert sich dadurch um den einen oder anderen Rang in den hart umkämpften Altersklassen. Nach fünf Kilometern passierten die Triathleten erneut den Zielbereich für die letzte Laufrunde. Hier war Wille nicht mehr dabei. Eine alte Verletzung brachte das unwiderrufliche Aus.

Die olympische Triathlon-distanz ist harter Ausdauersport, da muss einfach alles passen. Die Routiniers im Ziel wussten davon zu berichten. Freude über Schölers dritten Platz bei den Senioren 2 wollte allerdings nicht mehr so richtig aufkommen.

Nicht einmal halb so hart gingen wenig später Jens-Uwe und Sabine Börner über die Jedermann-Distanz an den Start. Ohne vorheriges Schwimm- und Rennradtraining absolviert zu haben, sollte es für die beiden "Bode-Runners" lediglich eine Generalprobe für den späteren Arendsee-Triathlon werden. Pitt Krüger, Präsident des Triathlonverbandes Sachsen-Anhalt, bekam bei der Wettbewerbseinweisung Gänsehaut: "Wer hat noch nie einen Triathlon mitgemacht?" Zahlreiche Arme gingen nach oben, was einen tosenden Applaus der Routiniers nach sich zog

Börner rieb sich insgeheim die Hände, würde er bei so vielen Neulingen doch vielleicht einmal nicht als Vorletzter aus dem Wasser steigen. Aber alles lief wie immer, kaum ein Rad stand noch im Wechselgarten und auch die Gattin war bereits unterwegs, als Börner seine Sandfüße in die bereitstehende Schüssel tauchte. Die Aufholjagd auf der Rad- und Laufstrecke ließ sich am Ende in Zahlen fassen: 53 Sportler überholte er. Auf dem zweiten Platz in der Altersklasse Senioren 4 bekam er das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Sabine setzte noch eins drauf und erkämpfte sich einen unverhofften ersten Platz bei den Seniorinnen 3.

Ergebnisse der GSB

Olympische Distanz (1,5km Swim/43,5km Rad/10km Lauf)

Senionren 1

10. Thomas Vetter in 02:37:20 Stunden

Senioren 2

3. Steffen Schöler in 02:34:07 Stunden

Senioren 3

7. Detlef Schäfer in 02:36:60 Stunden

Jedermann-Distanz (0,75km Swim/13,5km Rad/5km Lauf)

Seniorinnen 3

1. Sabine Börner in 01:18:17 Stunden

Senioren 4

2. Jens-Uwe Börner in 01:13:19 Stunden