Die ZLG Atzendorf erwischte keinen guten Start ins eigene Turnier: In der ersten Runde des 22. Cosic-Cups unterlagen die Gastgeber der Reserve des SV Fortuna Magdeburg mit 0:2 (0:0). Dabei verkaufte sich die Elf von Steffen Grohe und Fabian Wenzel ordentlich.

Atzendorf l "Im Grunde hat es an den gleichen Ecken wie in der letzten Saison gehapert", resümierte Grohe nach der Partie. Die Atzendorfer erarbeiteten sich viele Chancen, doch "es fehlt noch immer die Abgeklärtheit vor dem Tor, die ein Sebastian Tolle oder Steffen Linsdorf schon haben".

Über die rechte Seite, auf der Christian Rock eine starke Laufarbeit zeigte, entstand die meiste Torgefahr der ZLG. "Christian steigert sich zunehmend", erkannte der Traineran. Rock hatte in der vergangenen Saison lange aufgrund einer Knieverletzung gefehlt. "Wir hoffen, dass er zur neuen Saison durchgehend einsatzfähig ist."

Die Abwehr der Gäste wusste aber mit den Flanken umzugehen. Die daraus entstandenen Konter wurden jedoch in den ersten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit nicht richtig verwertet. Immer wieder gab es Ballverluste.

Dies nutzten die Atzendorfer. So hatte etwa Kay Faatz eine Riesenchance auf dem Fuß, als er allein auf das gegnerische Tor zustürmte. Fortunas Keeper Steven Raschke wollte den Ball klären, erwischte ihn aber nicht richtig. Das Tor war nun frei, doch das Leder rollte trotzdem daran vorbei. Auf der anderen Seite gelang es aber auch Fortunas Reserve nicht, trotz zwei gefährlicher Möglichkeiten den Ball im Kasten von Marcel Maier unterzubringen. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte wechselte Grohe dann gleich vier Akteure aus. "Ich wollte die Einsatzzeiten auf möglichst alle Schultern verteilen, denn wir bestreiten ja drei Tage lang Partien." Dadurch ging allerdings die Ordnung in der Mannschaft verloren und das saubere Passspiel der ersten Hälfte stockte immer mehr.

Die Magdeburger schlugen daraus prompt Kapital. Maier spielte den Ball recht unsauber auf Alfred Siebert, der den Pass ebenso unsauber zurückgab. Dadurch kam Fortunas Martin Röder dazwischen und konnte zum 1:0 einnetzen (52.). Die ZLG hatte aber die Möglichkeit zum Ausgleich. Robert Stange setzte sich zweimal bis zur Grundlinie durch, scheiterte dann aber an Raschke.

Dann bestimmte die Fortuna allmählich das Geschehen. Es erfolgte ein starker Angriff über rechts, "der vom Gegner sehr gut vorgetragen war", erkannte der ZLG-Coach an. Marcel Stary zog schließlich ab und traf zum 2:0-Endstand. "Niemand verliert gern, aber wir messen der Niederlage nicht allzu viel Bedeutung bei", so der Trainer.

ZLG Atzendorf: Maier - Ch. Rock, Spangenberg (35. Siebert), Kutz (35. Matteoschus), Faatz (35. Zander), Stange (35. Linsorf), Riess, Strohbach, Gehrke, S. Rock, Arthur Knoll

SV Fortuna Magdeburg II: Raschke - Ruprecht, Enge (35. Schulz), Röder, Städtke, Niewand, Einecke, Baptist, Temp, Stary, Brentrop

Tore: 0:1 Martin Röder (52.), 0:2 Manuel Stary (65.); SR: Frank Schinke

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