"Warum soll der Kleine nicht auch mal den Großen schlagen?", fragt Lothar Lampe aus dem Förderstetder Trainergespann mit Jens Liensdorf. Der SVF (Landesliga) tritt heute um 15 Uhr zur ersten Runde im Fußball-Landespokal gegen Verbandsliga-Aufsteiger FSV Barleben an. Dieser geht als Favorit in die Begegnung.

Von Nadja Reichert

Förderstedt l Lampe sieht seine Mannschaft durchaus in der Rolle des David. "Barleben ist eine starke Mannschaft und nicht zu Unrecht in die Verbandsliga aufgestiegen." Auf der anderen Seite schreckt ihn diese Tatsache nicht im Geringsten. Es haben auch schon gestandene Verbandsliga-Mannschaften in Förderstedt verloren. Im vergangenen Jahr fuhr der SVF einen 3:2-Erfolg gegen den Haldensleber SC ein.

Und auch gegen die Barleber hat der Coach nicht nur schlechte Erfahrungen. "Wir haben uns im Ligabetrieb eigentlich ganz gut verkauft." Im Hinrundenspiel trennten sich beide Teams mit einem torlosen Remis, das Rückrundenmatch wurde dann allerdings unglücklich mit 2:3 verloren.

Der Gegner ist also keineswegs unbekannt, allerdings kann Förderstedt nicht von derselben Mannschaft wie in der vergangenen Saison ausgehen. "Barleben hat sich mit einigen Leuten des 1.FC Magdeburg II verstärkt." Der Coach hat seinen Schützlingen jedoch eine klare Linie mit auf den Weg gegeben. "Wir müssen die Räume eng halten und dürfen auf keinen Fall ins offene Messer laufen. Der FSV ist eine spielerisch sehr gute Mannschaft, die sich nicht hinten rein stellt. Aber so eine Spielweise liegt uns auch."

Zudem kann Förderstedt auf einige gestandene Akteure wie Marcus Bolze oder Sebastian Strobach setzen. Zudem steht mit Markus Müller ein Spieler auf dem Feld, der bereits Verbandsliga-Erfahrung mitbringt. Wer allerdings nicht auf dem Rasen sein wird, ist Jens Liensdorf. Der Spielertrainer des SVF ist nach der Gelb-Roten Karte im Sparkassen-Cup noch gesperrt. "Das ist sehr schade", bedauert Lampe. "Er ist ein wichtiger Mann." Auf der anderen Seite hat Liensdorf die Gelegenheit, seine Qualitäten an der Seitenlinie unter Beweis zu stellen.

Aber auch beim FSV steht noch nicht alles zum Besten. Die Mannschaft von Mario Middendorf sei noch "nicht bei hundert Prozent", sollte aber in der Lage sein, diese erste Pflichtaufgabe zu bewältigen. "Egal wie, wir wollen eine Runde weiter kommen", lautet die klare Ansage aus Barleben.

Im vergangenen Jahr kam der FSV bis ins Halbfinale, schied dort mit 0:5 gegen den 1. FC Magdeburg aus. Der Weg der Förderstedter endete in der dritten K.o-Runde, als sie dem SV Braunsbedra (Landesliga, Staffel Süd) mit 1:3 unterlagen. Auch aufgrund dieser Bilanz kommt den Gästen wohl die Rolle des Goliath zu.

Neben dem SV Förderstedt bestreiten heute auch der Schönebecker SC (Verbandsliga) bei Eintracht Emseloh (Landesklasse, Staffel 4), der Schönebecker SV (Landesliga) beim SV Friedersdorf (Landesklasse, Staffel 5) und die TSG Calbe (Landesliga) beim SV Zorbau (Landesliga, Staffel Süd) ihre Partien im Landespokal. Die Begegnungen beginnen auch jeweils 15 Uhr.

Es fehlen: Jens Liensdorf (gesperrt), Florian Abrahm (krank); SR: Frank Schinke

   

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