Staßfurt (sam). Die Rollen sind heute zumindest von der Papierform her klar verteilt. Der Tabellenzweite der Mitteldeutschen Handball-Oberliga LVB Leipzig gastiert heute um 16.30 Uhr beim Elften HV Rot-Weiss Staßfurt in der Merkewitz-Halle.

Für Staßfurts Trainer Steffen Wartmann sind dabei die ersten Minuten entscheidend. "Wichtig ist, wie sich die Mannschaft präsentiert. Ob sie von Anfang an gewillt ist, etwas zu reißen, denn nur mit Halbherzigkeiten gerät sie ins Hintertreffen", weiß er nur zu gut. Ist die Mannschaft zudem noch in der Lage, die taktische Marschroute umzusetzen, dann erwartet Wartmann für heute einen heißen Tanz. Den gab es bereits im Hinspiel, als die Rot-Weissen nur knapp mit 27:31 unterlagen. Die Rolle des Außenseiters ist also manchmal nicht die schlechteste. "Den Druck verspürt man aber immer, weil wir die Punkte holen müssen." Einen hätte sich die Staßfurter am vergangenen Wochenende gegen den HSV Bad Blankenburg mehr als verdient gehabt. "Wir haben stark angefangen", hatte Wartmann beobachtet. Dann verletzte sich Rückraumschütze Nils Hähnel an der Schulter, so dass Wartmann umstellen musste. Es folgte ein kleiner Hänger, der einen Rückstand zur Folge hatte, den die Staßfurter im Rest des Spiels hinterherliefen. Das Team fing sich dann zwar wieder, stand aber am Ende ohne Punkte da. Für heute hofft Wartmann, "dass der Hänger ausbleibt". Dafür stehen ihm Alexander Ernst und Hähnel nicht zur Verfügung. Dafür rückt Tobias Ortmann wieder ins Team.

Die Stärken seiner Mannschaft sieht Jens Große, Trainer des LVB Leipzig, insbesondere im schnellen Spiel nach vorn und in einer sehr aggressiven Abwehr begründet. Er hat bis auf Philipp Grießbach und Marco Steinbeck alle Akteure zur Verfügung.