Staßfurt (mnd). Die Ausfälle von Stefan Jedlitschka und Mathias Loose brachte die Reserve des HV Rot-Weiss Staßfurt am Sonnabend nicht aus dem Konzept. Die Verbandsliga-Handballer kompensierten die durch Sperre und Verletzung fehlenden Spieler und gewannen gegen den MSV Buna Schkopau letztlich auch in der Höhe verdient mit 25:18 (11:6).

Dabei musste man zu Beginn der Partie Sorge um die Staßfurter haben. Denn viel fiel ihnen nicht ein, um die Schkopauer Abwehr mit dem guten Torhüter Florian Pretzsch zu bezwingen. Einzig Thomas Jesse strahlte Gefahr aus, seinen Würfe fehlte jedoch die Genauigkeit. Da die Gäste ähnlich unpräzise agierten, stand es bis zur fünften Minute noch 0:0. Doch auch nach der Führung der Gäste und dem Ausgleich von Florian Panzer rissen die Fehlwürfe nicht ab. "Die Angriffsreihen fanden einfach keine Mittel" hatte Rot-Weiss-Trainer Uwe Illig beobachtet. Er schrieb den gut postierten Abwehrformationen beider Mannschaften den Hauptanteil an dem torarmen Auftakt zu. Nach 15 Minuten glich Staßfurt durch einen Konter von Andreas Stein zum 3:3 aus. In der Folge wurde Illig gezwungen, die erfolgreiche Abwehrformation auseinander zu reißen, da Christian Gödde die zweite Zeit-strafe sah. "Er wurde für Kleinigkeiten bestraft", sagte der Trainer und beorderte fortan Tobias Ortmann an dessen Stelle, der sich nahtlos einfügte und vor allem im Angriff einen Temposchub bewirkte. In Überzahl ging der Gastgeber erstmals in Führung (6:4). Jesse traf endlich aus dem Feld, Ortmann schloss einen Gegenstoß erfolgreich ab und in der Folgezeit entwickelte sich nun doch ein ansehnliches Handballspiel, das die Gastgeber bis zur Pause bestimmten. Vor allem die Abwehr mit dem stabilen Innenblock um Jesse und Tino Korin, die den MSV zu unvorbereiteten Würfen zwang, legte den Grundstein für erfolgreich Konter – Halbzeitstand 11:6.

Den Schwung der letzten zehn Minuten retteten die Rot-Weissen über die Pause und erhöhten den Vorsprung auf 16:8 (37.). In dieser Phase trat Torhüter Andreas Jesse, der bereits in der ersten Hälfte viele Chancen vereitelte, in den Vordergrund. Die wenigen gefährlichen Bälle hielt er und leitete sofort den Gegenstoß ein. "Eine starke Leistung", befand Illig, der seinem Torhüter, der insgesamt 22 Bälle entschärfte, zudem ein gutes Stellungsspiel attestierte.

Als Staßfurt in der Chancenverwertung wieder zu sündigen begann, verkürzten die Gäste umgehend zum 11:16. Doch diese schwächere Phase diente nur als Vorbote für die stärkste der Partie, die mit einem sehenswerten Spielzug eingeleitet wurde, als Ortmann die Abwehr auseinanderzog, seinen angedeuteten Laufweg abbrach, auf Jesse passte und dieser Panzer freispielte. Der Linksaußen verwandelte sicher zum 17:11 und Staßfurt erspielte sich anschließend eine Zehn-Tore-Führung (22:12). Die Partie war entschieden. Schkopau gelang, auch weil die Rot-Weissen merklich zurücksteckten, nur noch Ergebniskosmetik – Endstand 25:18.

Illigs Team kann erst in zwei Wochen den guten Eindruck bestätigen, dann beim Letzten TSG Wittenberg. Ob Jedlitschka dann wieder mit von der Partie sein wird ist fraglich, Sein Strafmaß stand bis gestern immer noch nicht fest.

Staßfurt: A. Jesse, Rösler – Korin (1), Klein (2), Berger (7), Dittmar (1), T. Jesse (6), Gödde (2), Illig (1), Tomm, Ortmann (1), Panzer (4)

Schkopau: Pretzsch – Kern, Wagner, Maik Renner, Haffke (3), Grohmann (1), Gast (2), Giesecke (6), Volkmann (1), Hennicke, Krauße, Marcus Renner, Herrmann (2), Adam (2)

Strafwürfe: Staßfurt 1/3 – Schkopau 2/5; Zeitstrafen: Staßfurt 11 – Schkopau 7