Die erste Männermannschaft des VC 97 Staßfurt marschierte in der abgelaufenen Saison ohne Satzverlust durch die Volleyball-Landesklasse. Nun arbeitet das Team um Trainer Michael Frost hart daran, auch in der Landesliga anzugreifen.

Staßfurt l Nachdem die Landesliga-Frauen jüngst den Aufstieg als Ziel ausriefen, machen es ihnen die Männer nach. "In zwei bis drei Jahren würde ich gern beide Mannschaften in der Oberliga sehen", erklärte Frost, der sowohl die Erste als auch die Zweite trainiert und Geschäftsführer des VC 97 ist. "Vom Potenzial her ist das machbar." Auch an den Finanzen würde es nicht scheitern.

Um den Aufstieg zu meistern, wenngleich er in diesem Jahr noch nicht das konkrete Ziel ist, bedarf es einer optimalen Vorbereitung. Trainingsauftakt war am 1. August. Seither wird vor allem an der Kondition geschraubt. Montags und Freitags stehen jeweils Laufeinheiten am Löderburger See an, die mit Beachvolleyball abgerundet werden.

Frost berichtet zufrieden, dass der VC 97 eine Kooperation mit dem Staßfurter Salzland Center einging, um das Mittwochs-Training zu optimieren. Sven Richter, Elitetrainer und Spezialist für das Indoor Cycling und Frank Kowalzik, der das funktionelle Training leitet, unterstützen die Volleyballer. So kommt keine Monotonie auf, was sich auch in der Trainingsbeteiligung widerspiegelt. "Sven und Frank setzen neue Impulse. Das wird sehr gut angenommen", lobte Frost. Bis September stehen Kondition und Schnellkraft primär im Fokus. Im kommenden Monat wird der VC 97 zwei Vorbereitungsturniere in Magdeburg bestreiten und anschließend die Übungseinheiten zweimal wöchentlich in die Halle verlegen.

"Nach zwei bis drei Monaten ohne Volleyball steigt die Vorfreude bei jedem Einzelnem", sagte Frost. Der Coach freut sich, dass die Mannschaft komplett geblieben ist und sogar drei Neuzugänge zu verzeichnen hat. Tino Karnstedt, Jens Haustein und Christian Stock wechseln an die Bode und bringen viel Erfahrung mit. So lief Stock beispielsweise beim USC Magdeburg in der Oberliga auf. "Wir haben uns gut verstärkt", freute sich Frost. Carsten Klee und Andreas Trümper wechselten auf eigenen Wunsch in den Landesklasse-Kader der zweiten Vertretung, die mit Martin Dittmar einen weiteren Neuzugang hat.

Einen Stammsechser gibt es indes noch nicht - ein weiterer Grund dafür, dass im Training alle mitziehen. "Die Karten werden neu gemischt. Jeder muss sich seine Position erkämpfen. Leistungen entscheiden über die Aufstellung." Bei einem 14-Mann-Kader herrscht großer Konkurrenzdruck, was die Stimmung jedoch keinesfalls trübt. "Wir sind ein Kollektiv", stellte der Coach klar.

Aufgrund der bisherigen Wochen voller harter Arbeit blickt Frost zuversichtlich auf die neue Saison. Dass es ein Spaziergang wie in der abgelaufen Spielzeit wird, glaubt er jedoch nicht. "Es wird nicht so einfach für uns. Tests haben zwar gezeigt, dass wir gegen gute Gegner mithalten können. Aber die Leistung muss über die gesamte Saison reichen. Zwar wollen wir unter die ersten Vier kommen, wichtiger ist mir jedoch, eine Entwicklung zu sehen. Wir freuen uns auf die Herausforderung."