Mit Carolin Beck und Justine Schmitz verpflichtete der HC Salzland 06 zwei Neuzugänge vom HSV Haldensleben, die die "Wildgänse" in der 3. Handball-Liga verstärken sollen. Sie sollen für mehr Variabilität sorgen.

Staßfurt l Durch den Weggang von Maria Häußler sah sich der HCS geschwächt. Doch mit Linksaußen Beck und Rückraumspielerin Schmitz konnte die personelle Lücke geschlossen werden. "Die beiden haben uns qualitativ verstärkt und bringen uns mehr Variabilität", erklärte Co-Trainer Daniel Schmidt. "Wir können in gewissen Situationen nun individueller reagieren."

Die beiden Neuzugänge liefen in der abgelaufenen Spielzeit in der Mitteldeutschen Oberliga auf. Während es für Schmitz die erste Saison im Frauenbereich war, sammelte Beck bereits Drittliga-Erfahrungen. Die 17-jährige Schmitz, die im nächsten Jahr das Abitur ablegen will, gehörte außerdem bereits zum erweiterten Kader der Junioren-Nationalmannschaft. Der HCS angelte sich also zwei Top-Spielerinnen. "Carolin bringt viele Erfahrungen mit und ist technisch sehr gut ausgebildet", sagte Schmidt. Auch von Schmitz verspricht er sich viel. "Sie bringt die besten Voraussetzungen mit. Sie verfügt über eine gute spieltechnische und taktische Qualität. Sie wird uns noch viel Freude bereiten."

Zurückhaltend, dennoch selbstbewusst, wissen die "Neuen" um ihre Stärken. "In der 3. Liga herrscht ein anderes Niveau als in der Mitteldeutschen Oberliga. Aber ich will zeigen, dass ich dem gewachsen bin", gab sich Beck kämpferisch. Auch Schmitz freut sich sehr auf die neue Saison samt neuer Herausforderungen, bleibt dabei aber "relativ gelassen". Beide haben gemeinsam, dass sie sich Trainer René Linkohr aufdrängen wollen. "Jeder aus der Mannschaft will Stammspieler sein, das ist ja klar. Und wir sind nicht gekommen, um Bankdrücker zu sein", so Beck.

Die "Wildgänse" haben es den beiden sofort angetan. "Es war für mich neu, dass es keinerlei Gruppenbildung gibt", sagte Schmitz. Beck ergänzte: "Wir wurden mit offenen Armen empfangen." Die Masterstudentin kannte einige Salzländerinnen bereits von früher. "So viel Neues gab es also gar nicht." Es hätte ihr aber auch nichts ausgemacht, niemanden zu kennen, "da ich relativ extrovertiert bin". Schmitz reichten die etwa acht Wochen Training, um die Mitspielerinnen kennzulernen. "Ich komme mit allen sehr gut klar."

Auch über Trainer Linkohr können die beiden nur Gutes berichten. "Er nimmt sich für die Trainingseinheiten etwas vor und zieht das dann rigoros durch. Und wenn ihm dabei etwas nicht gefällt, teilt er es umgehend mit. Er sagt aber genauso, wenn ihm etwas gut gefallen hat", erklärte Beck. Dabei gehe es aber weit über Trainerqualifikationen hinaus, denn "wir sind ein Weiberhaufen, der auch mal über das Wochenende schnattert".

Ein konkretes Ziel haben sich die beiden indes noch nicht gesetzt, dafür sei die Liga zu unbekannt. "Es ist schwer, eine Prognose abzugeben", erklärte die 24-jährige Studentin. Dennoch hofft sie, mit ihrem neuen Verein einen Platz im Mittelfeld zu belegen.