Salzlandkreis (chj) l Heute und morgen kommt es zu zahlreichen fußballerischen Leckerbissen: Die 1. Runde des Salzlandpokals wird ausgetragen. Während der SV Rathmannsdorf aufgrund des Rückzugs von Lok Aschersleben II bereits im Vorfeld in die zweite K.o-Runde einzog, müssen viele weitere Vereine noch darum kämpfen.

Einen Pokal-Fight, der sich anders als im vergangenen Finale auf Kämpfe auf dem Rasen beschränkt, erhoffen sich unter anderem Fortuna Schneidlingen und der Egelner SV Germania. Obwohl die Partie ein Derby ist - beide Orte trennen nur sechs Kilometer - geht ESV-Coach Sören Leßmann von keinen erneuten Ausschreitungen wie gegen Schackstedt aus. "Wir als Verein hatten daran gar keinen Anteil." Die Unruhestifter seien aus dem Umland gekommen. "Unsere wahren Fans sind nicht so drauf, dass man vor ihnen Angst haben müsste." Auch Detlef Herholz, Abteilungsleiter Fußball des SV Fortuna, gibt Entwarnung. "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Egelnern. Ich gehe von einem fairen Spiel aus." Er verschwieg aber nicht, dass sicherheitshalber zusätzliche Ordner bereitstehen.

Auch sportlich sind sich Leßmann und Herholz weitestgehend einig, denn beide vermuten eine Partie auf Augenhöhe. Salzlandligist Egeln spielt eine Klasse höher, "daher sollte man meinen, dass wir Favorit sind. Aber diese Rolle müssen wir erst einmal annehmen. Es ist alles möglich", sagte Leßmann. Für die Schneidlinger wird es entscheidend, "die Kräfte einzuteilen, dann können wir über 90 oder sogar 120 Minuten Paroli bieten". Einen weiteren Schlüsselpunkt machte Herholz in Egelns Stefan König aus. "Er ist ein Ausnahmetalent und wie ein Phantom: Man sieht ihn lange nicht, aber wenn er frei ist, erzielt er einen Treffer."

Ende Juli bestritten beide Teams ein Testspiel, das der ESV mit 3:1 für sich entschied. "Schneidlingen hatte mehr und bessere Chancen als meine Mannschaft. Wir sind entsprechend gewarnt", dämpfte Leßmann die Erwartungen.